Eine Lehrerin, die seit zehn Jahren während der Uni-Ferien in den bergigen Regionen in der südchinesischen Provinz Hunan unterrichtet, ist kürzlich im Internet bekannt geworden. Ihr Name ist Long Jingjing. Sie wurde 1993 in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, geboren und hat an der Columbia University einen Abschluss in Soziologie gemacht. Seit 2011 verbringt Long Jingjing ihre Ferien in der Provinz Hunan und unterrichtet Kinder in ländlichen Gebieten. Gleichzeitig hat sie in mehr als 30 Städten in Nordamerika, darunter New York, Chicago, Los Angeles und Vancouver, so genannte „One Dollar“-Spendenaktionen durchgeführt und mehr chinesische Studenten im Ausland aufgerufen, die Grundschüler in den bergigen chinesischen Regionen mit Schulmaterialien zu versorgen.

Quelle: Sanxiang Stadtzeitung 三湘都市报

Long Jingjing hat eine ganz besondere Art, Chinesisch zu unterrichten. Sie geht mit den Kindern oft auf verschlungenen Bergpfaden, lässt sich von der Natur inspirieren und ermutigt sie, mit ihrer Beobachtung und ihrem Verstand Gedichte zu improvisieren.

Sie erklärt: „Die Kinder schreiben ihre Gedichte im Freien. Normalerweise führe ich die Kinder im Klassenraum in die klassische Poesie ein und mache sie mit den Themen und Normen des Gedichteschreibens vertraut.“

Am 29. Mai dieses Jahres haben Long Jingjing und ihre Studienkollegen ein Konzert in einem bergigen Dorf im Landkreis Fenghuang organisiert. Neben der Einladung von professionellen Sängern, die für die Kinder singen und spielen, haben die Kinder der Dorfschule zwei musikalische Programme zusammengestellt. Das Video dieses Konzerts wurde in einem Fernsehprogramm in der Stadt Changsha ausgestrahlt und löste große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Kinder in den Dörfern aus.

Long Jingjing erzählte Reportern, dass ein kleiner Junge nach dem Konzert die Hand eines Musikers ergriff und sagte: „Ich möchte in Zukunft so sein wie du!“ Long Jingmiao sagte: „Das ist die Kraft von Vorbildern. Wir hoffen, dass Kinder durch derartige Aktivitäten ihre Vorbilder finden und ihre eigenen Träume verwirklichen. Alles, was wir danach tun müssen, ist, ihnen zu helfen, ihre Träume so weit wie möglich zu verwirklichen.“

Long Jingjing sagt, dass ihre Idee von immer mehr Menschen aufgegriffen werde. Ursprünglich war sie die einzige, die bereit war, in die Berge zu gehen, um dort bei der Grundausbildung zu helfen, Nunmehr habe sie bereits ein Team von Gleichgesinnten. Sie sagte: „Ich werde mit meinen Teamkollegen durchhalten und das innovative Denken junger Menschen ausschöpfen, um Kindern in den bergigen Regionen bei der Verwirklichung ihrer Träume zu helfen.“

Long Jingjing erkannte von Anfang an, dass sie, obwohl ihre Fähigkeit begrenzt sei, jedoch in der Lage sei, durch ihre Bemühungen mehr Menschen dazu zu bewegen, den Kindern in den Bergen gemeinsam zu helfen: „Vielleicht habe ich keine gute Lösung, aber vielleicht können andere den Kindern viele Dinge bringen, die sie wirklich brauchen.“

Im April 2012 rief Long Jingjing chinesische Studenten in den USA auf, jeweils einen Dollar für die Grundbildung in den bergigen Regionen Chinas zu spenden. Sie sagte: „Mit dieser Spendenaktion wollen wir zum einen auf die Situation der Kinder in den ländlichen Regionen aufmerksam machen und zum anderen das soziale Verantwortungsbewusstsein der chinesischen Studenten wecken und sie mobilisieren, ihr Möglichstes zu tun, um mehr Menschen zu helfen.“

Long Jingjing und ihre Teammitglieder haben, wie gesagt, mittlerweile in über 30 nordamerikanischen Städten „One Dollar“-Spendenaktionen durchgeführt. Mit dem gesammelten Geld wurde Schulmaterial gekauft, das sie während der Sommerferien der Uni an Kinder in den bergigen Regionen Chinas geschickt haben.

(Quelle: Studenten im Ausland unterstützen Grundbildung in bergigen Regionen Chinas (cri.cn))