Großbritannien sollte sich multinationalen Forderungen nach Rückgabe von Beutekunstwerken stellen

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Das Britische Museum ist trotz seiner scheinbar überquellenden Sammlung als „Symbol des weitverbreiteten Diebstahls“ bekannt – von den mehr als acht Millionen Gegenständen im Museum stammt die große Mehrheit aus anderen Ländern. Im Laufe der Jahre haben viele Länder versucht, die geraubten Artefakte aus dem Vereinigten Königreich zurückzuholen. Vor Kurzem kam der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis zu Besuch.

Seit Sonntag (Ortszeit) stattet Mitsotakis dem Vereinigten Königreich einen Besuch ab. Er stellte fest, dass „es keinen Grund gibt, den Besitz dieser Artefakte zu bestreiten, sie gehören Griechenland und sie wurden gestohlen“.

Das Britische Museum ist eine Galerie der britischen Kolonialgeschichte. Darin gibt es etwa 23.000 chinesische Artefakte. Nach unvollständigen Statistiken der UNESCO sind mindestens 1,64 Millionen chinesische Kulturgegenstände in Übersee verloren gegangen. Das Britische Museum besitzt eine der größten Sammlungen verlorener chinesischer Artefakte.

Viele Länder, darunter auch China, haben unermüdliche Anstrengungen unternommen, um die geraubten Kulturgüter zurückzubekommen, aber das Vereinigte Königreich hat sich stets geweigert, sie zurückzugeben, mit der Begründung, „die Sicherheit von Kulturgütern zu schützen“. Im August dieses Jahres wurde bekannt, dass etwa 2.000 Schätze aus der Sammlung des Britischen Museums verschwunden waren, von denen einige sogar im Internet zum Verkauf angeboten wurden. Dies hat das Museum in eine Glaubwürdigkeitskrise gestürzt und seine Fähigkeit, „die Sicherheit von Kulturgütern“ zu schützen, wurde infrage gestellt. Viele Länder, darunter China, haben die britische Seite erneut aufgefordert, die Kulturgüter zurückzugeben.

Kulturrelikte sind die Fortführung und Träger der Kultur eines Landes und einer Nation sowie enthalten historische Emotionen und kulturelle Erinnerungen. Im Laufe der Jahre haben viele Länder der Welt nie aufgehört, die geraubten Kulturgüter vom Britischen Museum sowie der britischen Regierung zurückzufordern, um das kulturelle Erbe des Landes und der Nation zu schützen sowie die Überbleibsel des Kolonialismus zu beseitigen, was im Wesentlichen Teil der internationalen antikolonialen Bewegung ist.

Die koloniale Ära ist vorbei. Die britische Seite sollte sich den berechtigten Forderungen vieler Länder stellen und die geraubten Kulturgüter so schnell wie möglich zurückgeben. Die wertvollen Kulturgüter aus verschiedenen Ländern, die im Britischen Museum bleiben, sollten nach Hause zurückkehren. Die dunkle Kolonialgeschichte des Vereinigten Königreichs sollte erst recht umfassend und gründlich Geschichte werden.

(Quelle: CRI Deutsch)