Mit Aussetzung der US-Schuldenobergrenze fangen echte Sorgen des Marktes an

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„Ein vorübergehender Waffenstillstand, aber das Problem ist lange noch nicht vorbei.“ So lautete die Einschätzung der internationalen Öffentlichkeit am Donnerstag, nachdem das US-Repräsentantenhaus das Gesetz zur Schuldenobergrenze verabschiedet hatte. Ist das Problem dadurch gelöst? Können sich die USA und die Welt nun wirklich gut erholen?

US-Staatsanleihen dominieren derzeit den weltweiten Anleihenmarkt. Ein Zahlungsausfall der US-Schulden wäre für die USA und die Welt katastrophal. Die von den USA angebotene Lösung: Aussetzung der Schuldenobergrenze für zwei Jahre. Diese Lösung dient nur dazu, die Lösung des Widerspruchs zu verschieben. Das Problem kann dadurch aber nicht an der Wurzel beseitigt werden. Es hilft den USA, sich weiter zu verschulden. Einige Analysen weisen darauf hin, dass das Ausmaß der US-Schulden Anfang 2025 ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreichen werde, sodass die Möglichkeit von systemischen Problemen in der US-Wirtschaft noch größer sei. Daher haben die „echten Sorgen“ des Marktes mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Schuldenobergrenze gerade erst begonnen.

Lange Zeit hat das kapriziöse schuldenbasierte Wachstumsmodell der USA den Kredit des US-Dollars stark überzogen. Am 24. Mai gab die internationale Rating-Agentur Fitch bekannt, dass sie den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der USA auf „negativ“ herabgestuft habe. Gleichzeitig hat die politische Polarisierung in den USA auch die Sorgen der globalen Märkte verstärkt. Das Drama der US-Schuldenkrise wurde im Wesentlichen wiederholt inszeniert und ist auch ein Produkt der erbitterten Parteikämpfe in den USA.

Als größte Volkswirtschaft der Welt erleben die Vereinigten Staaten derzeit einen kontinuierlichen Rückgang der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren, ein erhöhtes Rezessionsrisiko und Turbulenzen im Bankensektor, was die Welt mit allerlei Unsicherheiten konfrontiert hat. Nun hat die US-Schuldenkrise erneut schwere Marktturbulenzen ausgelöst. Währenddessen spüren die Menschen der Welt schon lange, wer das größte Risiko für die weltweite wirtschaftliche Sicherheit ist.

(Quelle: CRI Deutsch, CCTV)