Sportriese „Li-Ning“ verkauft auch Kaffee?

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In der Kaffeewelt gibt es immer wieder neue Spieler, und dieses Mal ist es der chinesische Sportriese Li-Ning, der ein führender Hersteller von Sportartikeln in China, der überwiegend mit der Marke Li-Ning am Markt vertreten ist.

Li-Ning Sports (Shanghai) GmbH hat die Eintragung der Marke „NING COFFEE“ beantragt. Das Kaffeegeschäft von Li-Ning ist zu einem heißen Thema im Investitionskreis geworden.

Nach Angaben der Statistikfirma iiMedia Research hatte der chinesische Kaffeemarkt im Jahr 2021 ein Volumen von 381,7 Milliarden Yuan RMB. Und es wird erwartet, dass der inländische Kaffeemarkt weiterhin mit einer Wachstumsrate von 27,2 Prozent wächst und das Marktvolumen in China im Jahr 2025 1000 Milliarden Yuan RMB erreichen wird. Angesichts eines solch riesigen Wachstumsmarktes können die traditionellen Giganten nicht stillsitzen. In den vergangenen Jahren sind neben Li-Ning, die Restaurantkette GoBelieve, das TCM-Unternehmen Tong Ren Tang, China Post und dann PetroChina und Sinopec ins Kaffeegeschäft eingestiegen.

Warum macht Li-Ning das Kaffeegeschäft? „Es ist immer noch ein eher exploratives Geschäftskonzept.“ Über das derzeitige grenzüberschreitende Geschäftsverhalten von Li-Ning spekulierte ein Fachmann für Markenmarketing. Seiner Meinung nach ist es nicht verwunderlich, dass Li-Ning an dem Wettbewerb in der Kaffeewelt teilgenommen hat. Selbst wenn Li-Ning seine Produkte mit Kaffee erweitert, steht dies im Einklang mit seiner Wachstumsstrategie.

Kaffee ist heute ein Geschäft für junge Leute. Li-Ning Sports hat sich in den vergangenen Jahren durch die China-Chic-Kleidung von der Talsohle erholt. Um die jungen Leute zu halten, reicht es jedoch nicht aus, sich allein auf die China-Chic-Produkte zu verlassen. Angesichts des harten Wettbewerbs in der Bekleidungsindustrie wird Li-Ning wieder auf den letzten Platz zurückfallen, wenn es die Gunst der jungen Leute verliert. Zu diesem Zeitpunkt ist es für Li-Ning wichtig, einen neuen Weg einzuschlagen, um mit seinen Wettbewerbern um die Augen und Geldbörsen der jungen Leute zu konkurrieren. Wie alle anderen hat auch Li-Ning den Kaffee ins Visier genommen.

Im Vergleich zu anderen Branchen hat Kaffee eine niedrige Einstiegshürde und ein unkompliziertes Modell mit hohem Gewinn. Li-Ning hat den Vorteil, dass es über eigene Vertriebskanäle verfügt. Die Daten zeigen, dass die Zahl der Li-Ning-Verkaufsstellen auf dem chinesischen Markt am 31. März 2022 insgesamt 5872 betrug. Im Jahr 2020 beliefen sich die Marketingausgaben von Li-Ning auf 1,28 Milliarden Yuan RMB.

Die Vorteile von Li-Ning sind jedoch nicht gleichbedeutend mit einem Sieg. Li-Nings eigene sportliche DNA scheint nicht gut zu Kaffee zu passen, was einer seiner Nachteile ist. Es bleibt abzuwarten, ob Li-Ning in der Kaffeewelt erfolgreich werden kann.

(Quelle: CRI Deutsch, Li-Ning)