Wang Yi: China hofft, dass Deutschland Chinas friedliche Wiedervereinigung unterstützt

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China hat einst die Wiedervereinigung Deutschlands unterstützt und hofft, dass Deutschland auch Chinas friedliche Wiedervereinigung unterstützen wird. Dies sagte Wang Yi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KP Chinas und Direktor des Büros der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten des ZK der KP Chinas, beim Treffen mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock am Samstag.

Ferner sagte Wang Yi, die Rückkehr Taiwans zu China sei ein wichtiger Teil der internationalen Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Gegenwärtig versuchten die „Taiwans Unabhängigkeitskräfte“, den Status quo zu untergraben, was den Frieden an der Taiwan-Straße gefährdet. Um die Stabilität aufrechtzuerhalten, müssten separatistische Aktivitäten entschieden bekämpft werden, so Wang.

In ihrer Antwort auf Wangs Äußerungen sagte Baerbock, dass Deutschland die Bedeutung und Sensibilität der Taiwan-Frage für China verstehe und bekräftigte, dass Deutschland weiterhin am Ein-China-Prinzip festhalten werde.

Wang sagte zu Baerbock weiter, dass China ein hohes Maß an Stabilität und Kontinuität in seiner Außenpolitik bewahre und weiterhin eine unabhängige Außenpolitik zur Förderung des Weltfriedens und der Entwicklung verfolgen werde.

Er fügte hinzu, dass China dem Trend der Globalisierung folge und eine Win-Win-Strategie der Öffnung verfolge. China halte die Autorität der Vereinten Nationen und die internationale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg aufrecht und lehne Unilateralismus und Hegemonie ab. China hoffe, die Demokratie in den internationalen Beziehungen zu fördern, fügte er hinzu.

China und Deutschland seien sich weitgehend einig und hätten gemeinsame Interessen. China wolle den Austausch und die Kommunikation mit Deutschland verstärken, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Beide Länder sollten die nächste Runde der chinesisch-deutschen Regierungskonsultationen vorbereiten, globale Herausforderungen wie den Klimawandel gemeinsam bewältigen und die gesunde Entwicklung der bilateralen Beziehungen fördern.

Baerbock sagte, dass es für China, ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, und Deutschland, ein wichtiges europäisches Land, wichtig sei, den Dialog und die Kommunikation zu stärken. Deutschland und China hätten viele gemeinsame Interessen. Deutschland wolle die Interaktion und den Austausch mit China verstärken, das gegenseitige Verständnis verbessern, die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Tourismus und Kultur ausbauen, gemeinsam einen ungehinderten Welthandel aufrechterhalten und die Beziehungen zu China vorantreiben, so Baerbock.

Beiden Seiten tauschten sich auch über aktuelle internationale und regionale Fragen aus.

(Quelle: CRI Deutsch)