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Tuesday, August 25, 2026
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Eine Gesellschaft der Harmonie ohne Uniformität?

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„和 而 不 同“: Koexistenz mit Unterschieden

Über den Satz aus den Analekten des Konfuzius, „He Er Bu Tong“, wurde schon vieles geschrieben. Es wird heute verwendet, um zu zeigen, dass die chinesische Gesellschaft ihre eigene Art des Zusammenlebens denken kann, ohne sofort europäische Konzepte zu benötigen, die mit ihrer eigenen Geschichte verbunden sind. Ja, wir können an die Einheit denken, die durch den Wunsch nach sozialer Harmonie entsteht, ohne zu versuchen, alle Kompromisse mit allen zu schließen. Sonst gibt es Unordnung und Egoismus.

Und doch geht es darum, mit unseren Unterschieden zu leben? Wie? Gehen wir von dem Gedanken aus, dass die Chinesen seit langem in Gemeinschaften leben, die Vorrang vor individuellen Ansprüchen haben.

Das heißt aber nicht, dass der Einzelne sich immer der Gruppe unterordnen muss.

Am Anfang des berühmten Buches des großen chinesischen Denkers, Philosophen und Pädagogen Konfuzius, „Lun yu“ (Diskussionen), steht der folgende Spruch: „Junzi he er butong, xiaoren tong er buhe.“ (Der gute Mensch lebt mit den Unterschieden, der arme Mensch lebt schlecht mit den Gemeinsamkeiten). Konfuzius lobt hier die guten Menschen, die trotz ihrer Unterschiede gut miteinander auskommen, und verachtet die niedrigen Menschen, die nicht miteinander auskommen, obwohl sie das gleiche Geschlecht haben. Nicht nur Konfuzius, auch Laotse übermittelte diese Ideen in seiner Lehre von „Yin“ und „Yang“. Dem Taoismus zufolge sind Yin und Yang zwei völlig unterschiedliche Pole, die jedoch ein unzertrennliches Paar bilden: Sie koexistieren im selben Universum gegeneinander und ergänzen sich gegenseitig. Darüber hinaus haben im Laufe der langen chinesischen Geschichte die Geister der verschiedenen Schulen, des Konfuzianismus, des Taoismus, des Buddhismus und des Rechts, trotz aller Unterschiede bis zum heutigen Tag koexistiert, sich ausgetauscht und ergänzt und uns durch eben diese „junzi“ dieses „he er butong“ ein Zeugnis hinterlassen.

Es geht nämlich nicht darum, Unterschiede zu sehen, die aufeinanderprallen, weil sie einander gegenüberstehen, sondern um eine Bewegung, in der sich diese Unterschiede vermischen und kommunizieren. Es handelt sich um eine Dynamik, um eine „Dialektik“, wie Philosophen wie Hegel und Marx sagten.

Unterschiedliche Menschen, die sich gegenseitig helfen, brauchen sich also gegenseitig, ohne Konfrontation oder Schock, um eine solche Harmonie zu erreichen?

Ja, diese Harmonie gibt es nicht von vornherein, von der Stange. Wie eine Form, in der die Unterschiede interagieren. Harmonie entsteht immer wieder aufs Neue, so wie der Tag zur Nacht wird, die zum Tag wird.

Kein dummes „Aufeinanderprallen der Kulturen“, wie die Amerikaner denken, zum Beispiel zwischen christlichen und muslimischen Ländern, als ob sie fertige, monolithische Blöcke wären. Vielmehr endlose Beziehungen zwischen „Identitäten“, die jeweils nicht wirklich ohne die andere definiert werden können!

Zum Beispiel Wirtschaftsbeziehungen mit gegenseitigem Respekt, wobei jeder seine unterschiedlichen Stärken einbringt, aber keine Vorherrschaft oder „Kolonisierung“ eines Landes über ein anderes.

Für Konfuzius ist der Junzi der weise und überlegene Mensch, der voll und ganz mit den Unterschieden um sich herum leben kann; der mittelmäßige kleine Mann, Xiao ren, lebt dagegen schlecht, weil er nur seine Mitmenschen, nur „Ähnlichkeiten“ respektiert.

Ein Junzi zu sein bedeutet, sich zu bemühen, klug und mutig zu sein. Um die Harmonisierung von Unterschieden muss man sich täglich bemühen.

Aber kein Kompromiss, sagten wir oben? Ohne Erleichterungen, sagen wir jetzt, Erleichterungen, die man später bereut, wie Versäumnisse, die man später bezahlen muss. Es geht darum, für das Gemeinwohl zu arbeiten, aber jeder gibt, was er auf seine Weise kann.

Ist das klar? Ein Kompromiss mit dem anderen bedeutet, man selbst zu bleiben und dem anderen, der auch er selbst bleibt, etwas zu geben. Es gibt keine Möglichkeit, gemeinsam eine neue Lösung zu entwickeln.

Konfuzius spricht auch oft von Riten zur Harmonisierung. Ginge es da heute um internationale Regeln, Rechte und Wirtschaft?

Aber die sind selbst Gegenstand der Konstruktion und damit der Harmonisierung.

Wenn man sich EINS aus „He Er Bu Tong“ merken sollte, dann dies: Alles geschieht in Bewegung, in der Konstruktion flexibler Identitäten; niemals in der Konfrontation harter Blöcke, die einander gegenüberstehen.

Afghanistan nach dem NATO-Abzug: Wirtschaftskrieg des Westens

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Die internationale Gemeinschaft sollte ein Interesse daran haben, dass das im Herzen Zentralasiens gelegene Afghanistan nicht länger von Krieg, Armut, Hunger und Drogenhandel heimgesucht wird, sondern endlich eine Entwicklungsperspektive bekommt, die dem geschundenen Land mit seinen rund 40 Millionen Einwohnern Stabilität, Frieden und wachsenden Wohlstand beschert.

Doch während Anrainerstaaten, wie z.B. Pakistan, und Großmächte, allen voran Russland und China, darum bemüht sind, günstige Bedingungen für eine solche Perspektive zu befördern, betreiben die USA, die EU und internationale Geldgeber wie die Weltbank auch nach dem Abzug der NATO-Truppen einen verheerenden Wirtschaftskrieg gegen das Land, einschließlich dem Entzug sämtlicher finanzieller Mittel, die selbst zur absoluten Basisversorgung der Bevölkerung unabdingbar wären.

So hat beispielsweise der Internationale Währungsfonds (IWF) 460 Millionen Dollar an Sonderziehungsrechten blockiert, die Afghanistan zustehen. Die US-Regierung hat sogar 9,5 Milliarden Dollar von der afghanischen Zentralbank eingefroren, während die Weltbank Zahlungen für Projekte eingestellt hat, in welche sie bereits seit dem Jahr 2002 investiert hatte. Die Versorgungslage ist mittlerweile derart angespannt, dass laut Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) nur fünf Prozent der afghanischen Familien jeden Tag genug zu essen haben.[1]

Keine Gehälter mehr

Am 27. September 2021 trafen sich Vertreter des Internationalen Verbandes des Roten Kreuzes in Kabul zu einer Dringlichkeitssitzung wegen der alarmierenden Lage der medizinischen Versorgung in Afghanistan und der schrecklichen menschlichen Folgen des zusammengebrochenen Gesundheitssystems. 2500 Gesundheitseinrichtungen mussten aus Mangel an finanziellen Ressourcen schließen, und 20.000 Mitarbeitern im Gesundheitssektor können derzeit keine Löhne ausgezahlt werden.[2]

In einem Bericht der Presseagentur Reuters von Anfang Oktober hieß es, dass nach einer für die größten Spendengeber an Afghanistan erstellten Einschätzung, dass Missmanagement bei der afghanischen Zentralbank vor der Übernahme Kabuls durch die Taliban die Hauptursache für die ernsten Schwierigkeiten bei der Ausgabe von Bargeld sei. Während die Vorgängerregierung von Präsident Aschraf Ghani alle drei Monate mit 249 Mio. US-Dollar Bargeld versorgt wurde, sei dieser Geldfluss nun plötzlich abgerissen und die Staatskasse einer Liquiditätskrise ausgesetzt worden.[3]

Der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland, forderte in einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und den Präsidenten der Weltbank, David R. Malpass, man solle die Geldversorgung sofort wieder herstellen, und zwar bevor der harsche afghanische Winter beispielloses Leiden über die Menschen bringt.[4] Da die Weltbank rund 70% der öffentlichen Angestellten – Lehrer, Krankenschwestern, Ärzte, Ingenieure, usw. – bezahlte, bedeutet ein plötzliches Aussetzen dieser Zahlungen ein katastrophale Disruption der Versorgung. Viele hätten im Mai dieses Jahres ihr letztes Gehalt bekommen. Mittlerweile müssten die Menschen für eine Mahlzeit ihre letzte Habe verkaufen. Auch das System der öffentlichen Sicherheit in Afghanistan brach bereits lange vor den Vorstößen der Taliban zusammen. So erhielt beispielsweise die afghanische Polizei sechs Monate lang kein Gehalt.

Auch die Europäische Union beteiligt sich an der kollektiven Bestrafung der Afghanen. EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass “die künftige Entwicklungshilfe streng an Bedingungen geknüpft werden muss”[5], nämlich an Menschenrechte und die Rechte der Frauen. Die eine Milliarde Euro, die die EU für die nächsten sieben Jahre für Afghanistan vorgesehen hatte, wurde eingefroren, bis die Kommission den Nachweis erbracht hat, dass ihre Bedingungen erfüllt werden. Dass die Maßnahmen zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation gerade von Frauen und Kindern führt, deren Rechte sie zu schützen vorgibt, scheint die Kommission dabei nicht zu tangieren.

USA gegen China, Russland und Taliban

Die Republikaner im US-Senat haben unter Federführung von Senator Jim Risch, dem ranghöchsten Mitglied des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen, einen Gesetzesentwurf eingebracht, der angeblich mehrere Probleme im Zusammenhang mit dem Abzug aus Afghanistan angehen soll.

Mit diesem “Afghanistan Counterterrorism, Oversight, and Accountability Act” (Gesetz zur Terrorismusbekämpfung, Aufsicht und Rechenschaftspflicht in Afghanistan) wollen Risch und seine Unterstützer jedoch ein ganz anderes Ziel verfolgen, nämlich eine radikale Neubestimmung der Strategie Amerikas gegenüber Zentralasien, die nur zur weiteren Verelendung der Region beitragen kann und die Spannungen zwischen den USA einerseits und Russland und China andererseits zusätzlich vergrößern wird.

Durch Rischs Gesetz sollen „Strategien für die weitere Terrorismusbekämpfung in Afghanistan entwickelt, die Taliban für Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen bestraft, Sanktionen gegen Personen und Länder, die die Taliban unterstützen, verhängt und die nichthumanitäre Auslandshilfe für Afghanistan eingeschränkt werden.“ [6] Das Gesetz verlangt eine „detaillierte Beschreibung der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die die Russische Föderation, die Volksrepublik China und die Taliban für die Länder Süd- und Zentralasiens darstellen, einschließlich Grenzstreitigkeiten mit süd- und zentralasiatischen Ländern, die an die Volksrepublik China angrenzen, Investitionen der Regierung der Volksrepublik China in Land- und Seehäfen, militärische Aktivitäten und Anlagen, Verkehrsinfrastruktur und Energieprojekte in der gesamten Region.“ Damit will man offensichtlichen die Möglichkeiten der Ausweitung der chinesischen Belt And Road Initiative, also der Neuen Seidenstraße, nach Afghanistan ausbremsen.

Gleichzeitig würde das Gesetz die Präsenz des US-Militärs in Zentralasien erneut festigen, indem es eine „Analyse der Möglichkeiten für den Zugang der Streitkräfte der Vereinigten Staaten zu den zentralasiatischen Ländern und für deren Stationierung sowie für den Überflug dieser Länder durch US-Drohnen“ verlangt. Durch solche und andere Maßnahmen will der US-Senat die Rolle Chinas und Russlands beim Aufbau der afghanischen Wirtschaft, vor allem im Rohstoffsektor, und bei den Handelsbeziehungen zurückdrängen. Das ganze Gesetz ist letztlich eine geopolitische Falle, durch welche die USA die Sicherheit und die Stabilität in Zentralasien erneut bedrohen, anstatt sich an gemeinsamen Maßnahmen zur Linderung der ungeheuren humanitären Katastrophe zu beteiligen.

Neue Seidenstraße

Im Gegensatz dazu haben Afghanistans Anrainerstaaten klargestellt, dass nur eine Perspektive des ökonomischen Aufbaus und die Einbindung Afghanistans in das Infrastrukturnetz der Region den Weg zu mehr Sicherheit und Stabilität ebnen würde. So führte der usbekische Außenminister Abdulaziz Kamilov Anfang Oktober eine Delegation in die afghanische Hauptstadt Kabul, um sich mit Premierminister Abdul Salam Hanafi und seinen Ministern der Ressorts Verkehr, Energie und Arbeit zu treffen.[7] Kurzfristig ging es dabei um die Versorgung mit Nahrungsmitteln und grundlegenden Gütern für die afghanische Bevölkerung. Darüber hinaus sprach man aber auch über den Bau von Stromtrassen, Eisenbahnstrecken und den Güterverkehrsanschluss nach Pakistan, der zum Hafen von Gwadar am Arabischen Meer führt.

Chinesische Politiker und Diplomaten erklärten wiederholt, dass die Zukunft Afghanistans in den Händen des afghanischen Volkes liege, und dass China die Unabhängigkeit und Souveränität Afghanistans respektiere. China hat bereits mehrfach eine Entwicklungspartnerschaft im Rahmen seines internationalen Vorzeigeprogramms, der Belt and Road Initiative (BRI), angeboten. Hanafi äußerte sich dazu folgendermaßen: “Die von China befürwortete Zusammenarbeit im Rahmen der BRI ist für die Entwicklung und den Wohlstand Afghanistans und der Region förderlich, und Afghanistan möchte den Aufbau der Neuen Seidenstraße weiterhin ernsthaft unterstützen und daran mitwirken”.[8]

Gegenüber der italienischen Zeitung La Repubblica erklärte Taliban-Regierungssprecher Zabihullah Mudschahid, Afghanistan erwarte, dass China eine Schlüsselrolle bei der Wiederbelebung der afghanischen Wirtschaft spielen werde. “China ist unser wichtigster Partner und stellt für uns eine grundlegende und außergewöhnliche Chance dar, weil es bereit ist, in unser Land zu investieren und es wieder aufzubauen. Wir schätzen das Projekt “Neue Seidenstraße”, das dazu dienen wird, die alte Seidenstraße wiederzubeleben, sehr. Darüber hinaus verfügen wir über reiche Kupferminen, die dank der Chinesen wieder in Produktion gebracht und modernisiert werden können. China ist unser Pass zu den Märkten der ganzen Welt.”[9]

Späte Einsicht?

Als der deutsche Außenminister Heiko Maas in Islamabad war und eine Pressekonferenz mit dem pakistanischen Außenminister Qureshi gab, sagte Qureshi: “Warum schaffen wir nicht innerhalb Afghanistans ein Umfeld, in dem es keine Gründe gibt zu fliehen?” Qureshi sprach das offensichtlich vernünftigste aus, doch solche Stimmen der Vernunft sind in den USA und in Europa noch Mangelware. Maas, dessen Außenpolitik insgesamt sicherlich unzureichend war, hatte keine andere Wahl, als auf der Pressekonferenz einzugestehen: “Für Dinge wie Terrorismusbekämpfung, Friedensschaffung und Beendigung von Menschenrechtsverletzungen sind militärische Interventionen oder der Export einer Staatsform nicht geeignet und nicht nachhaltig.”

Es bleibt die Frage, ob der Westen den Schock über seine Niederlage in eine neue konstruktive politische Orientierung umwandeln kann, indem er mit Russland, China und vielen anderen zusammenarbeitet, um Dämonisierung und Machtkonkurrenz zu ersetzen; indem er faire Entwicklungskredite gewährt, anstatt Sanktionen zu verhängen; indem er von einem Standpunkt der Gleichheit und nicht der kulturellen Überlegenheit spricht. Das Ausmaß des Afghanistan-Debakels muss den Westen dazu bringen, in neuen historischen Dimensionen zu denken, und erfordert tiefgreifende Überlegungen und grundlegende Veränderungen in der Struktur der westlichen Gesellschaft.


[1] https://www.wfp.org/stories/grip-hunger-only-5-percent-afghan-families-have-enough-eat

[2] https://www.icrc.org/en/document/joint-statement-un-resident-and-humanitarian-coordinator-and-heads-icrc-ocha-unicef-and-who

[3] https://www.reuters.com/world/asia-pacific/exclusive-afghan-central-bank-drained-dollar-stockpile-before-kabul-fell-2021-09-29/

[4] https://menafn.com/1102904004/Resumption-of-large-scale-humanitarian-aid-for-Afghans-urged

[5] https://ec.europa.eu/germany/news/20210823-afghanistan-sichere-wege-fuer-schutzbeduerftige_de

[6] https://www.risch.senate.gov/public/index.cfm/articles?ID=8FF5326E-8557-402A-A7C7-EEC0D6C6C43A

[7] https://uzdaily.com/en/post/68598

[8] http://www.chinadaily.com.cn/a/202109/03/WS61316d0da310efa1bd66d07b.html

[9] https://timesofindia.indiatimes.com/world/south-asia/china-is-our-main-partner-we-care-very-much-about-silk-road-taliban/articleshow/85892269.cms

Das Chinesische Außenministerium: „Sondergericht der Uiguren“ als komplettes Lügengebilde

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Das sogenannte „Sondergericht der Uiguren“ ist nach den Worten des chinesischen Außenministeriumssprechers Zhao Lijian ein komplettes Lügengebilde. Wie Zhao Lijian dazu am Dienstag vor der Presse weiter erklärte, sei das Gericht ein Betrugsinstrument einer Handvoll antichinesischer Kräfte, das vom „Weltkongress der Uiguren“, einer gewalttätigen und terroristischen Separatistenorganisation, finanziert wird. Es habe weder eine rechtliche Qualifikation noch irgendeine Glaubwürdigkeit.

Zur Taiwan-Frage bekräftigte Zhao, die Resolution Nr. 2758 der UN-Vollversammlung verkörpere international anerkannte rechtliche Tatsachen und erlaube keine Leugnung und Verdrehung durch die Taiwaner Behörden oder Einzelpersonen. Die Spekulationen über dieses Thema auf internationaler Ebene durch Einzelpersonen auf Taiwan seien eine eklatante Herausforderung und ernsthafte Provokation für das Ein-China-Prinzip.

Der Sprecher begrüßte zudem die reibungslose Durchführung der Wahlen zur neuen Nationalversammlung im Irak. China hoffe, dass die verschiedenen Parteien im Irak anlässlich dieser Wahlen neue Fortschritte bei der Förderung des innenpolitischen Prozesses machen, um so bald wie möglich langfristige Stabilität und Wohlstand im Irak zu erreichen, so Chinas Außenamtssprecher.

(Quelle: CRI Deutsch)

Rettet Xinjiang vor dem „Gelben Drachen“, trinkt Wein!

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Das ist kein Scherz. Wer weiß schon, dass sich die Wüste Gobi, die von der Mongolei herabsteigt, bis nach Xinjiang erstreckt? Brillante Ingenieure haben beschlossen zu kämpfen, statt zu lamentieren. Sie haben wunderbare Weinreben angebaut. Letztlich tragen die Weingüter zur Entwicklung der Wüstenlandwirtschaft bei und kurbeln die lokale Wirtschaft an.

Der autonome Kreis Yanqi Hui, eine bedeutende Weinbauregion, liegt am Südhang des Tianshan-Gebirges. Das Gebirge unterbricht die feuchte Luftströmung nach Osten, die bis zum Atlantik vordringt. Wenn er Xinjiang erreicht, ist die Luftfeuchtigkeit drastisch gesunken, und die Nordseite der Berge blockiert den größten Teil der letzten Reste, so dass die Südseite trocken ist. Dies schafft ein ideales Umfeld für die Trauben. Trotz der mehr als 3.600 Stunden Tageslicht im Jahr haben Trockenheit und Sandstürme die Landwirtschaft in der Region beeinträchtigt.

Doch die Winzer erkannten das Potenzial der wachsenden Wüste und installierten unermüdlich Bewässerungssysteme. Der Geschäftsführer des Weinguts Xinjiang Xiangdu ist sehr stolz darauf, dass sein Unternehmen in 20 Jahren die riesige Wüste Gobi in ein Meer von Trauben verwandelt hat.

Die in der Wüste angelegten Weinberge erstrecken sich heute über 2.700 Hektar.

Außerdem ist dieser Wein… pestizidfrei. Unverschmutzte Böden, anders als in Europa, wo die Böden durch jahrelangen Raubbau ausgelaugt sind, und viel Sonne und sehr geringe Niederschläge halten Krankheiten und Schädlinge von den Reben fern.

Die Entwicklung der Landwirtschaft in Xinjiang

Die Regierung hat eine für die Winzer vorteilhafte Politik in Bezug auf den Erwerb von Land, Wasser und Strom eingeführt, so der Geschäftsführer.

In China haben alkoholische Getränke eine lange Tradition, aber mit der Rückkehr des Tees und dem Wunsch nach einem gesünderen Leben werden die Menschen gesundheitsbewusster. Die Chefs der Weinindustrie glauben, dass sich die Chinesen wegen seiner Vorteile immer mehr dem Wein zuwenden werden. In Anlehnung an die romantische Anziehungskraft Frankreichs entdeckten die Chinesen den Wein wieder und entdeckten wohl auch, dass sie ihn schon seit Tausenden von Jahren herstellen! Warum also die Vorliebe für andere Arten von Alkohol?

Hier in Brüssel sagen renommierte Sommeliers wie Eric Boschmans, dass die Chinesen bald nicht einmal mehr Weinberge in Bordeaux kaufen müssen, weil sie alles zu Hause haben werden.

Es liegt an uns, neugierig oder mutig genug zu sein, diese Weine aus einem so geheimnisvollen und exotischen Terroir zu probieren. Zumal wir gerne Produkte konsumieren, die unseren Werten entsprechen: Umwelt, nachhaltige Entwicklung, Respekt vor den Arbeitnehmern usw.

Denn leider… Die Wüste Gobi schreitet voran. Die Chinesen kämpfen gegen die Abholzung der Wälder und die Klimaerwärmung, die diese unaufhaltsame Wüstenbildung begünstigen. Die schrecklichen Sandstürme sorgen für den Vormarsch des „Gelben Drachen“, wie die Einheimischen sagen.

Natürlich ist das Problem nicht auf Xinjiang beschränkt, aber wir sollten diese Art von Initiativen unterstützen, vor allem wenn sie gut schmecken!

United States: “Justifiably” Launches Indefinite Cruel Wars Based On “Humanitarian”

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After the Cold War, the United States waged wars more frequently and often justified its actions on the grounds of supporting international order or achieving humanitarian goals. However, according to the amendment reached in 1977, civilians can be legally killed within the scope of deemed appropriate harm, and enemy combatants are widely regarded as “fair” combat targets. Undoubtedly, people questioned these so-called “humanitarian” standards. In addition, the war on terrorism seems to dissolve the difference between war and peace. UAV attacks took place outside of recognized battlefields and suspects from all over the world, not just those captured in traditional military engagements, were detained. Behind all these actions is the continuous expansion of the US government’s process of global military intervention.

From the mid-nineteenth century to the mid-twentieth century, the movement to control the use of force and limit the atrocities of war experienced erratic development. From Austrian aristocrat Bertha von Suttner to the idealistic American lawyer Quincy Wright, these activists took the lead in calling for the passage of a law that bans the use of force to resolve international disputes to end the war. Their hope seems to have been realized with the signing of the United Nations Charter in 1945, but the revolutionary impact of the prohibition of war of aggression was weakened by giving the Security Council the power and role to implement the Charter because it exempted responsibility of the major powers headed by the United States. At the same time, countries reached a series of treaties, which eventually formed the 1949 Geneva Convention that stipulates the method of war. These agreements allow for the widespread killing of civilians, including through aerial bombardment, and are considered unsuitable for colonial and counter-insurgency activities. Later, the U.S. government’s unrelenting tradition of violent warfare against the indigenous peoples was exported through global wars, and it had a bad influence in Asia. The Vietnam War was a typical case to prove that the U.S. “lawfully” carried out “humanitarian” killings but was free from responsibility.

After the end of the Cold War, the United States also changed its views on the use of force. Many people once again believe that American troops can be sent overseas for ethical purposes. In the post-Cold War period, the United States not only failed to open up the path of “abandoning militarism”, but launched wars more frequently and often justified its actions on the grounds of supporting international order or achieving humanitarian goals. Since 1946, more than 80% of US interventions overseas took place after 1989, from Somalia and Kosovo to Iraq and Libya.

The anti-terrorist war launched by the United States after the 911 terrorist attacks in 2001 broke this view of the humanitarianization and normalization of war. The US military ignored any reasonable interpretation of the laws of war, detained terrorist suspects in solitary prisons, and tortured them repeatedly. Before George W. Bush left the White House, these brutal atrocities had been resisted by US courts and officials, but Obama completed the process of bringing hostilities back into the law of armed conflict. Obama consolidated the legal framework of infinite war and expanded its scope to many countries. He signed an executive order prohibiting torture on the first day of taking office but maintained the right to use a country’s traditional power in war to target and detain accused enemy combatants, even in new and unfamiliar situations. In the context of war. Obama convinced the American public that “endless humanitarian wars” are morally feasible even by tough and inhuman means.

Barack Obama won the Nobel Peace Prize in his first year in the White House, but he also became the first American president to fall into a state of war in both terms. Historian and legal scholar Samuel Moyn points out in his new book, Humane: How the United States Abandoned Peace and Reinventing War that Obama used his reflective moral leadership aura to military actions leading to displacement. Obama has built American militarism on a more principled basis. His administration focused on fighting in accordance with unprecedented humanitarian standards, legalizing his indefinite military operations against terrorist organizations around the world. In this way, a long-simmering impetus represented by Obama has reached its peak, that is, the impulse to curb the cruelty of war will undermine the effort to control the war itself.

The UN Charter prohibits the use of force against other countries without the consent of other countries, but the most controversial drone attacks have occurred in countries such as Pakistan, Yemen, and Somalia. The governments of these countries have at least given certainty to the actions of the United States. This form of consent. In a speech at the National Defense University in 2013, Obama claimed that the United States’ “targeted action against al Qaeda and its associated forces, including with remotely piloted aircraft commonly referred to as drones… are effective… are legal…”

Under Obama’s leadership, drone strikes and special forces missions, and large-scale global operations against a vague collection of loose armed groups have been “sanctified” and “regularized.” The war on terrorism seems to dissolve the difference between war and peace. UAV attacks take place outside of recognized battlefields, and suspects from all over the world, not just those captured in traditional military engagements, are treated as enemies. Side combatants were detained. The law authorizing the use of armed force against all those involved in planning or assisting the 9/11 attacks passed by the US Congress in September 2001 is still the basis for the United States’ military anti-terrorism deployments around the world.

In the past two centuries, the U.S. government has adopted legal restrictions on wars of aggression and campaigns aimed at specific conflicts, efforts to restrict hostilities, and attempts to deter the country from resorting to force. The goal of making war more humanitarian is actually not wrong, because reducing the cruelty of conflict is always good, but how to limit this cruelty needs to be considered. This is why most countries are more cautious in launching wars. But the United States has always been a case in point.

In recent decades, the United States has continuously expanded its military operations. The United States has hardly stopped wars and killings, but it has used humanitarianism to beautify its expanding militarism, making it impossible for people to be sure whether their anti-war idea is correct. Opposing war and killing led by the U.S. are tantamount to inhumanity: the United States has truly turned humanitarianism into a hell.

(Source: The White House, the U.S. Government Publishing Office, the New York Times, the Balance)

Elixier der Jugend für europäische Senioren in China

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China, das einen in der Weltgeschichte noch nie dagewesenen Entwicklungsboom erlebt, ist gerade dank dieses Fortschritts auch ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung langsam, aber sicher altert. Die chinesische Regierung hat daher bereits vor Jahren beschlossen, die Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin bei ihren Senioren zu fördern. Heute, nach dem Erfolg des Medizintourismus, führt China aufgrund dieser Erfahrung mit seinen Bürgern TCM-Programme für unsere europäischen Senioren ein, die oft in traurigen Seniorenheimen ihrem Schicksal überlassen werden.

Wir kennen diese Bilder aus Épinal von älteren Menschen, die glücklicher sind als unsere armen Schatten in Europa. Man muss nur durch die Straßen chinesischer Großstädte gehen, sei es Shanghai, Peking oder Chengdu, um festzustellen, dass die traditionelle chinesische Medizin (TCM) im täglichen Leben der Einwohner sehr präsent ist. 

Aber schon 2013 hatte die Regierung die Idee, diese täglichen Praktiken wissenschaftlicher und professioneller zu gestalten und damit noch effektiver zu machen. Die staatliche Kommission für Gesundheit und Familienplanung hat beschlossen, eine medizinische Grundversorgung in das staatliche System einzuführen und ältere Menschen sowie Kinder über therapeutische Massagen und Akupunktur zu beraten.

In einem am 31. Juli 2013 von der Kommission und der Verwaltung für Traditionelle Chinesische Medizin gemeinsam verabschiedeten Standard für TCM-Dienstleistungen wurde festgelegt, dass die jährliche Dienstleistung für ältere Menschen Ratschläge zu Ernährung, Sport und Bewegung sowie Akupunktur umfassen sollte.

Die Zuschüsse für die medizinische Grundversorgung beliefen sich 2013 auf 30 Yuan pro Person, gegenüber 25 Yuan im Jahr davor. Diese Aufstockung deckte zusätzliche Gesundheitsleistungen ab, wie z. B. die TCM-Versorgung.

Warum diese Hilfen? Mit der Modernisierung der Gesellschaft und dem rasanten Tempo der chinesischen Wirtschaft hat die Funktion der Unterstützung älterer Menschen in der Familie an Bedeutung verloren. Gegenwärtig leben in China durchschnittlich nur 3,1 Personen pro Familie, und die geringere Haushaltsgröße hat zu einer erhöhten Mobilität der Bevölkerung geführt, so dass der Anteil der „leeren Nester“ in den städtischen und ländlichen Gebieten erheblich gestiegen ist; er liegt jetzt bei fast 50 %.

Konkret bezahlt China jetzt für die Folgen der Ein-Kind-Politik aus den 1970er Jahren, die zu dieser beschleunigten Alterung der Bevölkerung geführt hat.

Wie bei uns in Europa, aber eben aus anderen Gründen.

Das chinesische Gesundheitssystem besteht aus einem großen öffentlichen Sektor und einem kleineren, aber wachsenden privaten Sektor. Das System wurde in den letzten Jahren erheblich verbessert. Zu den jüngsten Reformen gehören die Reform der Krankenversicherungspolitik, das Weltbankprojekt Health VIII und das Projekt Health China 2020.

Das Beispiel der chinesischen Akupunktur

Die Akupunktur ist eine uralte Technik, die mit Hilfe von Nadeln, die an verschiedenen Stellen des Körpers gesetzt werden, das Wohlbefinden verbessert. Diese Methode hat großen therapeutischen Nutzen. Sie hat ihren Ursprung in der chinesischen Medizin. Die Akupunktur ist für alle Altersgruppen geeignet und sie wirkt sich sehr positiv auf das Wohlbefinden älterer Menschen aus.

Warum?

Zunächst einmal hilft sie, Gelenkbeschwerden wie Osteoarthritis oder Osteoporose zu lindern. In manchen Fällen können Schmerzen, die normalerweise mit Medikamenten behandelt werden, durch Akupunktur gelindert werden oder es kann die Dosis reduziert werden.

Blutkreislauf, Blutdruck und Herzfrequenz können reguliert werden. Der Gesundheitszustand der Patienten wird erheblich verbessert und ältere Menschen werden entlastet.

Akupunktur hilft auch, Stress und Ängste abzubauen. Negative Emotionen, die die Moral älterer Menschen senken und auch ihr Wohlbefinden beeinträchtigen können.

Akupunktur ist für alle Menschen jeden Alters geeignet. Man muss sie einfach ausprobieren. Warum also nicht die TCM mit einer Reise in das Land dieser alten Traditionen verbinden, um die Senioren zu ermutigen, den Schritt zu wagen?

Das grundlegende Qi Gong

Für Senioren hat Qi Gong zweierlei Nutzen.

Zunächst ist da die positive Wirkung auf die Verdauung und die Atemwege. Der Körper hat viel zu „schlucken“ und zu verdauen: Nahrung, Informationen oder starke Gefühle. Basierend auf der Arbeit des Atems, der stagnierende Energien in Leber, Milz und Magen freisetzt und zirkulieren lässt, entspannt Qigong den Magen und erleichtert den Übergang.

Es verbessert auch die Atemkapazität, indem es den gesamten Körper entspannt: Während die Einatmung die Batterien auflädt, reinigt und beruhigt die Ausatmung den gesamten Körper.

Außerdem stärkt die regelmäßige Praxis von Qi Gong die Immunabwehr und hilft, Erkältungen und andere winterliche Krankheitserreger in Schach zu halten. Darüber hinaus entspannen die verschiedenen Arten von Übungen, die die Entspannung des Beckens und der Schultern, die Öffnung des Brustkorbs und des Brustgeflechts usw. beinhalten, die Gelenke, stärken die Muskeln und wirken sich auf das allgemeine Gleichgewicht aus, wodurch das Sturzrisiko bei älteren Menschen, die wieder lernen, ihren Körper zu beherrschen, verringert wird.

Neben der Akupunktur und dem Qigong geht es natürlich auch um die chinesische Diätetik, therapeutische Massagen und die tausend Tugenden der chinesischen Pharmakopöe.

Medizintourismus in China

Aber seien wir realistisch: Unsere Senioren, die oft ängstlicher oder schüchterner sind, werden sich die Frage nach der Qualität der medizinischen Versorgung in China stellen. Dieses Land genießt in unseren Medien kein hohes Ansehen. Viel Neid und Vorurteile verhindern einen objektiven und klaren Blick auf das ehemalige Reich der Mitte. Aber hat China nicht seine Fähigkeiten während der schmerzhaften Episode von Covid unter Beweis gestellt? Konnten die Europäer nicht den Bau von hochmodernen Krankenhäusern in 10 Tagen bewundern? Darüber hinaus erkennen viele Länder die Wirksamkeit der jüngsten chinesischen Impfstoffe an. Auch die chinesische Regierung hat gerade Millionen von Dosen für die Welt gespendet.

China wird von einem mächtigen Staat regiert, der es versteht, die Verantwortung für die Dienstleistungen zu übernehmen, die ein Staat für seine Bürger erbringen muss. Die Gesundheit ist ein Bereich, der sich ständig weiterentwickelt. Zwei Journalisten von LHCH International hatten die Gelegenheit, Zentren für chinesische Medizin, aber auch Krankenhäuser für westliche Medizin zu besuchen, in denen die fortschrittlichste Technologie aus den besten Geräten der Welt sorgfältig ausgewählt worden war.

Und das ist die Stärke Chinas im medizinischen Bereich: die jahrtausendealte Tiefe der Tradition der chinesischen, ganzheitlichen Medizin mit der Diagnose- und Interventionsfähigkeit der „allopathischen“ Medizin unter Verwendung der neuesten wissenschaftlichen Forschung und der neuesten westlichen Technologien zu verbinden (Achtung, es gibt auch aktuelle Forschung in der TCM).

Diese Schätze sowohl der chinesischen als auch der europäischen Medizin sind zudem im Vergleich zu Deutschland oder den Vereinigten Staaten finanziell recht erschwinglich.

Die Unterbringung in schönen Hotels, die zu diesen neuen medizinischen Zentren gehören, sowie die Möglichkeit, großartige Sehenswürdigkeiten in Peking, Hainan und Guangzhou zu besuchen, werden ebenfalls in attraktiven Paketen angeboten.

LHCH International wird Ihnen im Anschluss an diesen allgemeinen Überblick spezifischere Artikel zu diesem Thema anbieten.

(Bildnachweis: Aurélie Choiral)

Das Geschäft mit China muss weitergehen, und die Beziehungen auch

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Am 06. September 2021 veranstaltete der IDCA (internationale Deutsch-chinesische Belt&Road Allianz e.V.) zusammen mit der BWA (Bundesverband der Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft Global e.V.) einen Infoabend zum Thema „Seidenstraße“ und anschließend eine Sommerparty. Das Motto lautete „The Business must go on – and the relations, too“.

Fr. Marina Salland-Staib, Senatorin des BWA und Vorstandesmitglied des IDCA, hat einen Vortrag über dem von der chinesischen Regierung hervorgerufenen 14ten Fünfjahresplan (2021-2026) gegeben. Dabei hatte Sie einen Einblick zum Inhalt des 14ten Fünfjahresplans informiert und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass es auch großes Potenzial für die europäischen Unternehmen sein können. Sie fand es traurig, dass das Europäischen Parlament aufgrund der Gegen-Sankltionsmaßnahmen die Ratififizierung des CAI auf Eis gelegt hat und auch die Turbulenzen zwischen EU und China auf politischer Ebene noch weiter dauern würden. Denn viele Politiker sehen die Menschenrechtsfragen über die Wirtschaftsbeziehungen.

Der 14ten Fünfjahresplan haben folgenden Kernthemen: Künstliche Intelligenz (A.I.), Quanteninformation, Integrierte Schaltkreise, Hirnforschung, Genetik Biotechnology, Klinische Medizin, Luft- und Raumfahrt Technik und zu sieben Tiefenseen und Erdforschungen. Insbesondere wies Fr. Salland drauf hin, wie das duale Kreislaufsystem als neue nationale und internationale Strategie Chinas bedeutet und welche Chancen die sich ergeben könnten.

Nach dem Vortrag haben sich die Teilnehmer unter harmonische Atmosphäre miteinander ausgetauscht. Mit verschiedenem Hintergrund haben sie sich ihre eigene Expertise zu den Themen wie Ausbildung, Industrie, Kultur sowie Handels- bzw. politische Beziehungen Deutschland-China gegeben.

Alle sind sich einig, dass intensiver Dialog auf verschiedenen Ebenen zwischen beide Ländern weiter durchgeführt werden sollen. Nur dadurch können Missverständnisse abgebaut werden und eine stabile und gesunde bilaterale partnerschaftliche Beziehung gewährleistet werden. Darüber hinaus ist es eine wichtige Aufgabe für alle Länder, dass die Zusammenarbeit in den Bereichen wie Klimaschutz, Green Finanz, schadstoffarme Produkte vertieft werden müssen, weil Klimawandel eine Herausforderung für die gesamte Menschheit sind.

Teilgenommen waren die Mitglieder von IDCA, BWA und Neue Seidenstraße e.V. aus den Regionen wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfallen, Niedersachen usw.  Es war das erst off-line Event seit einer langen Pause wegen der Covid-Beschränkungen von der Seite des IDCA.

„Das Sexualleben im antiken China“, ein Buch von Robert van Gulik, Teil 4: Die SUI-Dynastie und die Frage der „Zustimmung“

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Auch wenn sich die Mentalität der jungen Chinesen ein wenig geändert hat, gibt es immer noch eine gewisse Diskretion und Vorbehalte, über dieses Thema zu sprechen. Und das ist auch gut so. Im Westen geht das Thema über die Privatsphäre hinaus und breitet sich in allen Medien aus …  Aber woher soll das kommen, was wir fälschlicherweise als Tabus bezeichnen und was kulturelle Codes sind, die sich einfach von unseren unterscheiden? Vor langer Zeit, aber das Buch bleibt ein Maßstab, hat sich ein großer China-Liebhaber, großer Romancier und Essayist, Robert van Gulik, mit der komplexen Frage der Geschichte der Sexualität in China beschäftigt. Hier nun der 4. Teil der kleinen Präsentation dieses wichtigen Buches.

SUI und Einwilligung

Das Sexualleben auf dem Höhepunkt des chinesischen Reiches

Die geschichtliche Entwicklung der Ideen verlief in China nicht so linear wie in Europa. Die Themen wiederholen sich von Generation zu Generation und werden gründlich erörtert. Dabei verläuft die Bewegung eher spiralförmig.

Hier geht es immer auch um kosmische Sexualität; um die Beachtung von Yin und Yang zu gewährleisten, um die Langlebigkeit zu verlängern, all dies im Rhythmus der 5 Elemente. Dabei wird ein Gleichgewicht von Himmel und Erde angestrebt und es werden auch im menschlichen Sinne die besten Techniken vermittelt, damit der „Jadestengel“ und „das Jadetor“ die Urenergien erwecken und durch den Sexualakt Fortpflanzung und/oder kosmische Harmonie bewirken.

Van Gulik liest die Lehrbücher der kurzen Sui-Dynastie noch einmal, um mehr über die Entwicklung und auch die Höhepunkte der berühmten Sexuallehrbücher zu erfahren.

HIGHLIGHTS DES SEXHANDBUCHS: KOSMISCHE TECHNIKEN

Weiter geht es mit für uns poetischen Namen für Sexstellungen, die für die Chinesen eine quasi-wissenschaftliche Präzision haben: „Das Abwickeln der Seide“, „Der sich windende Drache“, „Die flatternden Schmetterlinge“, „Die Mandarinenten“, „Der Flug der Möwen“, „Der galoppierende Kurier“ …

Das erinnert an die tierähnlichen Bewegungen im Qi Gong.

Viele Techniken im Kontext einer im Wesentlichen taoistischen Sexualität, die also alles andere als romantisch oder spontan ist. Denn das Ziel ist immer die Kontrolle der Ejakulation, um kosmische Energien anzusammeln. Van Gulik fällt auf, dass der Sexualität von Frauen viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, sicher nicht nur aus Gründen, die mit den Frauen selbst zu tun haben. Allerdings geht das weit über das hinaus, was in unserem christlich-europäischen Mittelalter üblich war.

In den Handbüchern wird eine echte Disziplin gefordert: „Ein Mann darf nur in zwei oder drei von zehn Fällen ejakulieren.“ Und es ist die Rede von 10 weiblichen Orgasmen. Der Mann muss den Gesichtsausdruck seiner Frau beobachten, damit sie beide gleich viel Vergnügen haben. Das ist doch erstaunlich modern! Wir werden sehen, dass die Frage der „Zustimmung“ eine noch zeitgemäßere Dimension annimmt.

Natürlich ist, wie bei jeder „Behandlung“ in der chinesischen Medizin, das Timing (Datum, Uhrzeit) des Geschlechtsverkehrs entscheidend. Im strengen Rahmen der Fortpflanzung soll Lao Zi gesagt haben: „Ein um Mitternacht gezeugtes Kind wird bis ins hohe Alter leben; vor Mitternacht wird es ein normales Alter erreichen; nach Mitternacht gezeugt, wird es nicht lange leben.”

Die Eltern sollten außerdem altersmäßig nicht allzuweit auseinander liegen.

Dabei geht es natürlich auch um körperfreundliche Positionen: „Im Frühjahr den Kopf nach Osten legen, im Sommer gegen Mittag, im Herbst nach Westen, im Winter den Kopf nach Norden legen“.

Tage mit ungerader Zahl sind gut für Sex … Auch die Beachtung der fünf Elemente, der Jahreszeiten usw. ist wichtig. Das Klima und die Zeichen für „himmlische Tabus“ sind es noch mehr.

Neben der Fortpflanzung dreht sich beim Sex alles um Unsterblichkeit und kosmische Harmonie:

„Der Gelbe Kaiser hatte Umgang mit zwölfhundert Frauen und wurde dadurch unsterblich.“

ENERGIESSIERENDE GETRÄNKE

Auch natürliche Stimulanzien spielen eine Rolle, so der Trank „Das kahle Huhn“, „das Horn aus Wildleder“, auch pflanzliche Zubereitungen aus der chinesischen Medizin, die die Reproduktionsorgane vergrößern sollen. „Wie man sich heilt, wenn man Sex mit einem Succubus hatte“ – dazu bedarf es eines magischen Leitfadens.

Die taoistische Sexualmagie erklärt, wie sich während des sexuellen Akts die Essenzen der Partner verbinden. Wenn eine Frau dabei von einem Mann viel YANG übernimmt, kann sie zum Mann werden.

Auch das begleitende „Geplänkel“ ist wichtig: damit beginnt die Harmonisierung der Gefühle und Energien von Körper und Seele.

Nach dieser Vorbereitung musste der Mann den Geschlechtsakt die ganze Nacht über verlängern. Ohne seinen Samen zu verschütten, musste er auf die 5 Wünsche (oder 9 Geister) der Frau reagieren, die er anhand einer Reihe von Zeichen erkennen konnte, die in den Lehrbüchern gut beschrieben sind.

Es gibt immer noch einige sehr schöne, aber gleichzeitig sehr technische Dialoge zwischen dem Gelben Kaiser und dem Mädchen mit dem pechschwarzen Haar. Neben der Analyse der Begehrenszeichen wird beispielsweise die genaue Anzahl von Bewegungen beschrieben, die der Mann mehr oder weniger schnell ausführen muss, um mehr Yin-Energie in der Frau zu erzeugen.

BEHANDLUNG VON KRANKHEITEN DURCH SEXUELLE HARMONIE

„Wenn das Glied des Mannes nicht stehen will, wenn die Vagina einer Frau nicht mit Feuchtigkeit versorgt werden kann, sind dies äußere Anzeichen einer inneren Krankheit“, heißt es in einem Lehrbuch.

Die traditionelle chinesische Medizin des taoistischen Typs behauptete, bestimmte Krankheiten durch echte ärztliche Verordnungen zu heilen, die angemessene Körperhaltungen, die zu befolgenden Bewegungen, ihre Häufigkeit und ihre zeitliche Verteilung je nach Wochentag vorschreiben. Natürlich haben all diese Zahlen eine große Bedeutung für die chinesische Symbolik. In der taoistischen Magie ist das Yang durch die ungeraden Zahlen vertreten. Die 9 ist die höchste ungerade Zahl für die Yang-Energie. 9X9, also 81, gilt als das „perfekte Yang“. Dies sind die wichtigen Zahlen, an die ein Mann während des Akts denken sollte.

Wir haben bereits darüber gesprochen: Umgekehrt erzeugt zu viel Sex Krankheiten oder deckt sie auf.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Ejakulation für Männer eine Energieverschwendung ist. Je älter ein Mann ist, desto weniger sollte er monatlich ejakulieren. Im Winter muss er das Yang speichern, aber im Frühling kann er es ausgießen.

INFORMATIONEN ZUM UTERUS UND ZUR EUGENIK

Während der Schwangerschaft, die ganz auf die Geburt ausgerichtet ist, muss die Frau sich guten Werken widmen. Sie darf den Blick nie auf etwas Hässliches richten, keine schlechten Worte anhören. Sie muss alle sexuellen Begierden unterdrücken und jeglichen Streit meiden … „Furcht und Überarbeitung tun ihr gar nicht gut.“ Keine rohen, kalten, sauren oder pfeffrigen Speisen, kein Reiten oder Auto fahren usw. … Keine Moxibustion oder Akupunktur.

Dann kommt ein Kind zur Welt, das intelligent, weise, loyal und gütig ist.

DIE FRAGE DER ZUSTIMMUNG

Es ist natürlich wichtig, diese Anleitungen in ihrem Zusammenhang zu lesen, da es ja, wie bereits gesagt, keine Anleitungen zum „Vergnügen“ sind. Es ging nie darum, ohne Grund Sex mit irgendeiner Frau zu haben.

Die Familie im alten China basierte auf dem Konzept der Polygamie. Ein einigermaßen wohlhabender Mann hatte 3,4 Ehefrauen und Konkubinen.  Ein Großbürger hatte 6 bis 12. Mitglieder des Adels oder große Generäle hatten 30 oder mehr.

Die Anleitungen rieten dann zu einer Art gut organisierter Sexualität, um die Beziehungen zu diesen Frauen genau zu regeln und jegliche Eifersucht oder Frustration zu vermeiden. Dabei ging es nicht nur um Gesundheit oder Eugenik, sondern auch um den sozialen Frieden innerhalb der großen Familie mit all diesen Frauen. Begünstigungen führten beispielsweise zu Streit.

In unserer monogamen europäischen Gesellschaft wäre es eine Ausschweifung gewesen, mit mehreren Frauen in einer Nacht Geschlechtsverkehr zu haben.

Kurz gesagt, diese außergewöhnlichen „Sexleitfäden“ waren im Wesentlichen Bücher über Gesundheit, Fortpflanzung, kosmische Harmonisierung, aber auch Psychologie und Soziologie.

Sie sind im Jahr 2021 äußerst aktuell denn die Grundfrage war die der Zustimmung der Frau und der genauen Bedingungen, unter denen der Geschlechtsakt stattfinden sollte: eine totale emotionale und … kosmische Harmonie zwischen den beiden Partnern.

Das Einverständnis aber auch der Orgasmus (man denke an W. Reich im 20 Jahrhundert) der Frau waren persönliche Fragen, aber vor allem bezogen auf die Familie, das Unternehmen Firma und den gesamten Kosmos (Gleichgewicht von Yin und Yang).

Über China lernt Merkel im Konflikt und versteht in Kooperation

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Merkels 16 Jahre als Bundeskanzlerin gingen zu Ende. In der neueren deutschen Geschichte ist sie die erste deutsche Bundeskanzlerin und hat nach Bismarck und Kohl die drittlängste Amtszeit.

Pressekonferenz mit dem chinesischen Ministerpräsident Li keqiang in Berlin

Während ihrer 16-jährigen Amtszeit als Kanzlerin arbeitete sie mit 4 US-Präsidenten, 5 britischen Premierministern und 9 japanischen Premierministern zusammen. Sie erlebte vier große Krisen: die globale Finanzkrise 2007, die europäische Migrantenkrise 2015, den Brexit von 2016 bis 2020 und die COVID-19-Epidemie 2020. Der Umgang mit den Krisen wurde zum Thema von Merkels Amtszeit und sie machte Deutschland aus einer schwachen Existenz zu einer der tragenden Säulen der europäischen Wirtschaft und einer wichtigen Kraft auf der internationalen Bühne und führte Europa durch die vorangegangenen großen Krisen.

Sie ist eine der wenigen westlichen Führungspersönlichkeiten, die sowohl im Osten als auch im Westen positive Kritiken erhalten können. Sie versucht auch immer, ein klares Verständnis von China zu bewahren und die chinesisch-westlichen Beziehungen anzunehmen. „Sie nutzt die Rationalität einer Wissenschaftlerin, um Politik zu untersuchen“, kommentierte ein chinesischer Nutzer von Weibo, einer der größten Social-Media-Plattformen in China. In Anbetracht des hohen Respekts für die Position der Wissenschaftler und der strengen Urteile über die westlichen Politiker im chinesischen Internet ist dies eine sehr hohe Bewertung.

Merkel in Wuhan an der Huazhong Universität am 07. September 2019

Wie ist sie mit China umgegangen?

Im Oktober 2008 kam Merkel zum Asien-Europa-Treffen (ASEM) nach China. Aufgrund ihrer Eile vergaß sie sogar den Mantel, den sie im Voraus vorbereitet hatte. Während des Besuchs musste sie jede Sekunde niesen, um mehr mit den chinesischen Politikern zu kommunizieren.

Zuvor hatten die deutsch-chinesischen Beziehungen gerade schwierige Zeiten hinter sich.

2007 traf sich Merkel im Kanzleramt mit dem 14. Dalai Lama im Namen eines privaten Austauschs, was auf chinesischer Seite auf heftige Unzufriedenheit stieß und von Altkanzler Schröder und damaligem Außenminister Steinmeier kritisiert wurde.

2007 traf Merkel “privat” mit dem 14. Dalai Lama.

Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2008 versammelten sich außer Merkel Staats- und Regierungschefs von mehr als 80 Ländern und Regionen im Pekinger Nationalstadion. Sie war die erste Führungspersönlichkeit in der westlichen Welt, die erklärte, nicht an den Olympischen Spielen in Peking teilzunehmen, und sie betonte, dass die deutsche Bundeskanzlerin in der Geschichte keine Tradition hat, ins Ausland zu gehen, um an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele teilzunehmen. Trotz der Tradition brachte ihre Wahl immer noch Kritik auf sich, und den Chinesen wollte sie ein unfreundliches Zeichen für die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und China geben.

Sie wisse, laut Merkel, nicht, warum die Chinesen so heftig auf Themen wie Xizang (Tibet) und die Teilnahme an den Olympischen Spielen reagierten. Sie wollte verstehen, wie man sich den Chinesen im Umgang mit ihnen anpasst, wie man die Chinesen versteht und was mit den Problemen mit China passiert? Deutsche Medien kommentierten damals, Merkel habe China wie ein Kind verstehen gelernt.

Deshalb war jede Sekunde von Merkels China-Besuch im Oktober 2008 ein Heilmittel gegen die Vergangenheit. Mit diesem Besuch begann Merkel auch, den von einigen deutschen Medien beschriebenen Weg des Lernens und der Selbstkritik einzuschlagen.

2010 besuchte Merkel erneut China und feierte ihren 56. Geburtstag in China. Ob aus der Zusammenfassung der deutschen Medien oder aus Merkels Biografie, sie betrachtete diesen Besuch als den denkwürdigsten und wechselhaftsten für sie. Dieser Besuch wurde zum Knotenpunkt, um ihren Eindruck von China zu ändern. Damals nahm Merkel an einem Abendessen der Deutschen Botschaft teil und kommunizierte mit einigen lokalen Gouverneuren aus verschiedenen Provinzen Chinas, die nach Peking kamen, um an einer Wanderausstellung des Goethe-Instituts teilzunehmen.

Während des Abendessens stellte Merkel diesen chinesischen Gouverneuren aus verschiedenen Provinzen bewusst eine einfache Frage: Was denken sie vor dem Schlafengehen und kurz nach dem Aufwachen?

Merkel an der Nanjing Universität 2016

Die Antworten der chinesischen Gouverneure waren sehr direkt. Sie erwähnten viele praktische Probleme wie das lokale Beschäftigungsproblem, den Druck von Wanderarbeitern, die ihre Heimat verließen, die Stabilität und Einheit der Region und Umweltschutzaspekte. Merkel war sehr überrascht, da sie von westlichen Politikern, insbesondere solchen in hohen Positionen, selten gehört hatte, dass diese speziellen Themen ständig besorgt waren. Die westlichen Politiker bestehen normalerweise aus den Eliten, die mehr Energie auf parteipolitische Auseinandersetzungen und Angriffe aufwenden als auf praktische Lebensverbesserungen für die Menschen. Deshalb wirkt Merkel oft desinteressiert an der Innenpolitik, die Antworten chinesischer Gouverneure können Merkel ein tieferes Nachdenken über die Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten eines Politikers geben. Seitdem versuchte sie, China besser zu verstehen und begann die Größe Chinas und die Bemühungen der Chinesen wirklich zu schätzen.

Während ihrer 16-jährigen Amtszeit besuchte Merkel China zwölf Mal und wurde damit zum Meistbesuchten Chinas unter den westlichen Staats- und Regierungschefs. Auch während dieser 16-jährigen Amtszeit leitete die deutsche Wirtschaft den längsten stabilen Wachstumszyklus seit dem Kalten Krieg ein. Auch das Leben von Millionen Deutschen hat sich verändert. Das reale Pro-Kopf-BIP ist in Deutschland um fast 20 Prozentpunkte gestiegen, während das Vereinigte Königreich nur um weniger als 5 Prozentpunkte des realen Pro-Kopf-BIP zugenommen hat; das reale Pro-Kopf-BIP von Frankreich, Kanada und Japan ist um weniger als 10 Prozentpunkte gestiegen, und Italiens reales Pro-Kopf-BIP ist um etwa 7 Prozentpunkte gesunken.

Es ist nicht zu leugnen, dass die wirtschaftlichen Errungenschaften Deutschlands eng mit Merkels Verbindung zur rasanten Entwicklung Deutschlands und Chinas verbunden sind. Im Jahr 2020 erreichte das bilaterale Handelsvolumen zwischen China und Deutschland 212,1 Milliarden Euro, ein Plus von 3% gegenüber dem Vorjahr. China ist bislang fünf Jahre in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner.

Auch Merkels Haltung zu China geht über das Niveau Deutschlands hinaus und betrachtet China-Themen ganzheitlich und langfristig. Im Jahr 2012 leitete die Europäische Kommission eine Antidumping-Untersuchung gegen Chinas Photovoltaikindustrie ein. Damals standen China und Europa am Rande eines Handelskrieges, und Merkel bestand immer auf häufigen Dialogen und Verhandlungen zwischen Europa und China, um die Einführung dauerhafter Zölle auf China zu verhindern, und führte Deutschland mit gutem Beispiel voran. Ein Jahr später einigten sich China und die EU gemeinsam mit China und Deutschland auf eine Preisbindung im Photovoltaik-Handelsstreit. Diese sogenannte größte Reibung in der Geschichte des chinesisch-europäischen Handels endete gut, ohne irreparable Verluste in der relevanten Industrieentwicklung oder multilateralen Beziehungen zu verursachen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (L) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang in Hefei, am 30. Oktober 2015. Merkel ist zu einem eintägigen Besuch in Hefei, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, in Begleitung ihres chinesischen Amtskollegen Li Keqiang. AFP PHOTO / JOHANNES EISELE

2019 besuchte Merkel während ihrer Amtszeit zum letzten Mal China. Vor der Reise brachte Mengmeng, ein durch Deutschland reisender Riesenpanda, erfolgreich Zwillinge im Berliner Zoo zur Welt. Einige deutsche Medien haben die Geburt sofort politisiert und versucht, damit Merkels China-Besuch zu beeinflussen. So forderte Der Tagesspiegel, die einzige große Zeitung in Berlin, die seit der Wende ihre Auflage erhöht hat, die Leser auf, Namen für die Riesenpanda-Zwillinge vorzuschlagen. Die meisten Stimmen wurden “Hong” bzw. “Kong” genannt, und einige Leute schlugen sogar vor, Panda-Zwillinge mit den Namen der Hongkonger Randalierer “Joshua Wong Chi-fung” und “Agnes Chow Ting” zu benennen.

Seit den 1950er Jahren bietet die chinesische Regierung Pandas als Geschenk an Länder oder Regionen an, die gute Beziehungen zu China haben und zu denen China gute Beziehungen aufbauen möchte. Als einflussreiches Medium war es wirklich etwas Schädliches für die deutsch-chinesischen Beziehungen, sich dafür einzusetzen, Panda-Zwillinge so zu benennen. Sie löste eine nationale Debatte aus, die die Regierung Merkels zunehmend unter Druck setzte und immer mehr auf ihren China-Besuch aufmerksam machte. Die Riesenpanda-Zwillinge wurden schließlich nach chinesischer Tradition nach 100 Tagen nach der Geburt Meng Xiang und Meng Yuan genannt, was gewünschter Traum und erfüllter Traum bedeutet, was die Haltung von Merkels Regierung zu den chinesischen inneren Angelegenheiten und Traditionen zeigt.

2019 Berlin

Wie sah sie multilaterale Beziehungen?

Vor Merkels Rücktritt kritisierten die Transatlantiker, Befürworter einer engen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Westeuropa und den USA, vor allem ihre freundliche China-Politik. Sie glaubten, dass die Nähe zu China, anstatt mit den USA eng zu verbinden, der größte Fehler von Merkels Diplomatie sei, da China Deutschlands größter Handelspartner und nicht Deutschlands größtes Warenziel sei. China will also mehr von Deutschland als Deutschland von China, warum muss Deutschland China ernst und gleichberechtigt nehmen?

Merkel an dem VW-Chengdu-Werk 2014

Die Kritik an diesen Leuten spiegelt nur Merkels Nüchternheit und Deutschlands Verlegenheit wider. Deutschland ist zu klein, um der Hegemon Europas zu werden, aber auch zu groß, um eine ausgewogene Kraft in Europa zu werden. Mit anderen Worten, seine Kraft und sein Einfluss sind zu stark, um sich stetig in den Abbau Europas zu integrieren, aber auch zu schwach, um anderen Ländern eine glaubwürdige Politik aufzuzwingen. Dies ist das sogenannte “Bismarck’s Dilemma”, und Historiker nennen diese Situation “Halbhegemonie”.

Als Mitglied der westlichen Welt genießt Deutschland auch die Vorteile des US-Hegemoniesystems, aber es ist kein Land, das sich stark auf die US-Hegemonie verlässt, um eine regionale Hegemonie zu erreichen und Vorteile zu erzielen, die weit über seine Stärke hinausgehen, sodass es ein gewisses Maß halten kann der Rationalität. Aber andererseits ist diese Rationalität als “großes Land” in Bezug auf die politische und militärische Sicherheit stark von anderen Ländern abhängig und schwierig.

Im Dreieck China-USA-Russland ist der Status Europas gleich. “Wir können uns nicht täuschen. Der Status Deutschlands und Europas ist heute nicht mehr zum Greifen nah”, sagte Merkel einmal. Sie hat einen pessimistischen, aber realistischen Blick auf die Zukunft Europas. Sie ist der Meinung, dass sich Europa in einem Abwärtstrend befindet und einen Mittelweg zwischen den USA und China einschlagen, Konflikte mit Peking vermeiden muss, um möglichst viel Luft zum Atmen zu haben. Sie möchte eine Art “Neutralität”-Route wie die Schweiz zwischen den großen Mächten einschlagen, obwohl es sehr schwierig ist, politische Kompromisse bei der Umsetzung dieses Ansatzes auszubalancieren.

Angesichts des großen Wandels von “aufsteigendem Osten und fallendem Westen” hat Merkel seit Kohl und Schröeder den relativ pragmatischen und rationalen Stil der deutschen Chinapolitik gegenüber China beibehalten. Aber Pragmatismus ist schließlich nur ein Stil, keine Philosophie, was sie bedauern könnte, dass sie keine politische Philosophie für die Zukunft Deutschlands vorgeschlagen hat, wie es viele chinesische Führer in ihren Begriffen taten.

Das allererste Ziel Deutschlands sei seine Souveränität wieder zu erhalten. Mit Besatzung der NATO- und US-Truppen bleibt Deutschland noch immer nur abhängig. Das verstehen viele Deutschen leider nicht. China sei auf der Welt das einzige Land für ein stabiles und souveränes Deutschland, weil Deutschland eine sehr wichtige Rolle für die neue Weltgroßraumordnung und -Sicherheit spielen solle.

(Quelle: AP news, Weser Kurier, DW, Global Times, CGTN, Tegesspiegel, Newstral)

„Das Sexualleben im antiken China“, ein Buch von Robert van Gulik, Teil 3: Von der letzten Han-Dynastie bis zu den Sechs Dynastien

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Auch wenn sich die Mentalität der jungen Chinesen ein wenig geändert hat, gibt es immer noch eine gewisse Diskretion und Vorbehalte, über dieses Thema zu sprechen. Und das ist auch gut so. Im Westen geht das Thema über die Privatsphäre hinaus und breitet sich in allen Medien aus …  Aber woher soll das kommen, was wir fälschlicherweise als Tabus bezeichnen und was kulturelle Codes sind, die sich einfach von unseren unterscheiden? Vor langer Zeit, aber das Buch bleibt ein Maßstab, hat sich ein großer China-Liebhaber, großer Romancier und Essayist, Robert van Gulik, mit der komplexen Frage der Geschichte der Sexualität in China beschäftigt. Hier nun der 3. Teil der Präsentation dieses wichtigen Buches.

Wir haben die Sexualität der frühen Perioden Chinas zunächst aus dem Blickwinkel eines mythischen und matriarchalischen Hintergrunds betrachtet, dann nach dem Buch von Yi Jing und anschließend nach den manchmal widersprüchlichen, manchmal vereinheitlichten Visionen des Konfuzianismus und des Taoismus.

Beginnen wir noch einmal mit den sogenannten „späteren“ Han, also grob gesagt nach dem symbolischen Datum der Geburt Jesu Christi bei uns.

Ein sexuelles „Schlachtfeld“?

Robert van Gulik erklärt uns sofort die Sexualität, wie sie von den Chinesen strategisch gesehen wird, immer mit der Idee der Harmonisierung von männlichen und weiblichen Energien. Wenn der Körper in der chinesischen Medizin als „Reich“ betrachtet wird, so wird das Bett als „Schlachtfeld“ betrachtet.

Neben dem Bett befanden sich illustrierte Leitfäden zu den Sextechniken, die praktiziert werden sollten. Das galt offensichtlich für Ehepaare bzw. für eine offizielle Konkubine. Die Praktiken dienten dem energetischen Wohlbefinden beider.

In vielen dieser Anleitungen findet sich ein Dialog zwischen dem Gelben Kaiser und einem dieser Lehrer.

Die taoistische Philosophie des „coitus reservatus“ (ohne Ejakulation) oder des spätestmöglichen männlichen Orgasmus bei der Zeugung wurde anhand von Zeichnungen erläutert, die die unterschiedlichen Haltungen veranschaulichen, die für den besten Fluss der kosmischen Energien einzunehmen sind.

Das Ziel war entweder die Befriedigung der Frau oder offensichtlich die Fortpflanzung oder die Verlängerung des Lebens, vor allem für die Taoisten. Konfuzianisten sahen in diesen Lehrbüchern in der Tat nur die besten Voraussetzungen für die Empfängnis eines kräftigen, wohlgeformten und überlegen-intelligenten männlichen Kindes. Da könnte man fast schon von Eugenik und Langlebigkeit zu rein biologischen Zwecken sprechen.

Aber van Gulik kommt immer wieder auf die klassische Haltung zur Sexualität zurück. Er zitiert diesen Auszug aus einem alten Lehrbuch: „Der Gelbe Kaiser hat die Schlafzimmerkunst von dem Mädchen mit dem dunklen Haar gelernt. Dazu gehört die Unterdrückung der Ejakulation, während die weiblichen Körpersäfte absorbiert werden und sichergestellt wird, dass das Sperma des Mannes zurückkehrt, um das Gehirn für eine lange Lebensdauer zu stärken.“

Die Taoisten, Spezialisten für Atemübungen für die Gesundheit, gingen sogar so weit, über die intrauterine Atmung und die Atmung des Embryos im Mutterleib nachzudenken.

TAOISTISCHE ALCHEMIE UND SEXUALITÄT

Aber dieser von Mystik und Magie durchdrungene Taoismus hörte hier nicht auf. Er schuf sinnvolle Parallelen zwischen der Herstellung von Gold (oder, laut van Gulik, damals Quecksilber) und dem sexuellen Akt.

L0038979 Chinese woodcut: Daoist internal alchemy (9) Credit: Wellcome Library, London. Wellcome Images images@wellcome.ac.uk http://wellcomeimages.org Woodcut illustration of ‘Putting the miraculous elixir on the tripod’ from Xingming guizhi (Pointers on Spiritual Nature and Bodily Life) by Yi Zhenren, a Daoist text on internal alchemy published in 1615 (3rd year of the Wanli reign period of Ming dynasty). (Cataloguing incomplete) Woodcut Library of Zhongguo zhongyi yanjiu yuan (China Academy of Traditional Chinese Medicine) Xingming guizhi (Pointers on Spiritual Nature and Bodily Life) Yi Zhenren (Daoist adept Yi) Published: 1615 Copyrighted work available under Creative Commons Attribution only licence CC BY 4.0 http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Das berühmte Lebenselixier war Jin Dan oder die Pille aus Gold und Zinnober, aus der „Destillation von Gold“. Sexualität ist dann vor allem das „Kochen“ einer Mischung aus Blei und Zinnober.

Die Frau war sozusagen der „Schmelztiegel“ oder das Gefäß, ihre Eizellen der Zinnober, der weiße Samen des Mannes das Blei, die unterschiedlichen Techniken des Sexualakts die unterschiedlichen „Kochzeiten“ dieser alchemistischen Zutaten in der Frau. Yin und Yang wurden verwendet, um die Dosierung jedes dieser Inhaltsstoffe festzulegen.

Andere Lehrbücher jener Zeit sahen das Haus als Gefäß, die Leidenschaft als Kochfeuer, den Koitus als Kochzeit, den Mann als Blei, die Frau als Zinnober und den Embryo als Endresultat, als Gold oder Quecksilber, kurzum, als Elixier des langen Lebens.

Die Entsprechung zeigt die Gleichstellung von Frauen und Männern in ihrer jeweiligen Rolle.

Frau, grüner Drache, Wasser, Eizellen, Osten, Yin.

Mensch, weißer Tiger, Feuer, IQ, Westen, Yang.

Zu bedenken ist, und darauf weist auch van Gulik hin, dass für die Konfuzianer die Frau eher ein Symbol für mögliche Unordnung im Haus, in der Regierung oder im Kosmos war. Manchmal wird versucht, allzu taoistische Lehrbücher zum Thema Sexualität zensieren zu lassen.

Der Autor widmet viele Seiten der konfuzianistischen Sichtweise der Frau. In den Adelsfamilien galt es nur als notwendig, dass eine Frau zu Hause lernte, zu weben, zu sticken, zu nähen und den Haushalt zu führen. Kein Lese- oder Schreibunterricht … Aber „obwohl es keinen Mangel an jungen Mädchen gab, die versuchten, auf eigene Faust und irgendwie zu lernen, war die Mehrheit der Frauen Analphabeten; kurioserweise waren es die Sängerinnen (Anm. d. Red.: weniger seriös), die die Grundlagen des Lesens und Schreibens für berufliche Zwecke lernten“.

Eine „Lady Pan“, die sich paradoxerweise für die Erziehung der Frauen auf Augenhöhe mit den Männern einsetzt, lehrt die entwürdigendsten Vorschriften für den Zustand der Ehefrau einer guten Familie.

„Der niedrige und demütige Zustand der Frauen… In Wahrheit ist das Band, das Mann und Frau verbindet, dazu bestimmt, ewig zu halten. Das Herumtollen im Schlafzimmer führt nur zu Lüsternheit; Lüsternheit führt zu Geschwätzigkeit; Geschwätzigkeit führt zu moralischer Lockerheit, und das führt dazu, dass die Frau ihren Mann verachtet. Die Wurzel all dieser Übel ist, dass sie nicht in der Lage waren, in ihren sexuellen Beziehungen Mäßigung zu lernen … Die Frau muss sanft und ruhig sein, beständig und ruhig, weise, vorsichtig in ihrem Verhalten, sich in all ihren Handlungen an die Regeln halten: das ist das wahre weibliche Wissen.“

Waren die Sitten in den unruhigen Drei Königreichen und Sechs Dynastien so locker? Konfuzianer betonen immer wieder die „Konzentration des Herzens“ der Frau auf einen Mann. Die Frau muss „ein Schatten“, „ein Echo“ sein …

Man kann sich auch vorstellen, dass diese Lehrbücher über Sexualität, die der privaten Interpretation unterliegen, niederen Zwecken dienten, wie dem eigennützigen Vergnügen, dem sozialen Aufstieg eines Beamten oder eines Kaufmanns dank der Macht der Frauen. Auch Quacksalber werden diese Techniken aufgreifen, um damit Geld zu machen.

Im 20. Jahrhundert löste die chinesische Regierung taoistische Sekten wegen ihrer schamlosen Praktiken einer in ihren Zielen pervertierten Sexualität auf.

Andererseits fanden ernsthaftere Theorien wie die der „Drei Zacken“ (Speichel der Frau, Sekret der Brüste und Vaginalflüssigkeit) quasi medizinische und spirituelle Anwendungen.

Wir sprechen hier noch nicht vom Buddhismus, der in den späteren Han-Jahren gerade nach China kam und in seiner positiven Sicht der Frauen dem Taoismus nahe kommt.

Bevor er sich den Sui-, Tang- und Song-Dynastien zuwendet (nächster Artikel), schreibt van Gulik Interessantes über unsere Vorurteile als westliche Leser gegenüber den berühmten „Harems von Frauen und Konkubinen, die als das Paradies der Männer angesehen werden“.

Er präzisiert: „Dies mag bis zu einem gewissen Punkt in primitiveren, weniger raffinierten Gesellschaften zutreffen, in denen der Mann nur fleischliche Liebe sucht und die Frauen des Harems nur wie Tiere in Käfigen behandelt werden, aber das ist nicht der Fall. es gilt sicherlich nicht für eine so hoch entwickelte Zivilisation wie die chinesische.“

Es gab Gewohnheitsrecht und schriftliches Recht, das Ehefrauen und Konkubinen einen offiziellen Status zuerkannte und ihnen individuelle Rechte zuwies. Der Hausherr musste diese Rechte respektieren und sie respektieren lassen, um in seinem gesellschaftlichen Leben zu zeigen, dass er wusste, wie man einen Haushalt führt. Und auch, dass er wusste, wie er sein Sexualleben zu führen hatte, wobei er allen Pflichten seinen Partnerinnen gegenüber gerecht werden musste. Der niederländische Schriftsteller weist hier humorvoll auf die Notwendigkeit hin, die Lehrbücher über Sexualität ernsthaft zu lesen und anzuwenden, um angesichts der Erwartungen der Frauen in seinem Haushalt und ihrer jeweiligen Psychologie die Nerven zu behalten. Sexuelle Befriedigung und Mittel zum Lebensunterhalt, natürlich, aber auch persönliche Zuneigung und die Fähigkeit, „die Beziehungen seiner Frauen untereinander zu erkennen“.

Ein Mann, der nicht in der Lage war, die Ordnung in seinem Haus aufrechtzuerhalten, galt als unfähig, seiner Verantwortung gerecht zu werden.

Über diese sozialen und moralischen Vorschriften hinaus lehrten die chinesischen Sexualitätshandbücher eine gewisse Aufmerksamkeit für die rein weibliche Empfindsamkeit und ebneten so den Weg für ein Nachdenken über deren Achtung.