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Sunday, November 8, 2026
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Die Göttin des Bambustreibens

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Das Bambustreiben (Duzhu Drifting) wurde im Tal des Chishui-Flusses erfunden und ist eine einzigartige Volkskunst in Zunyi in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas. Yang Liu, ein 25-jähriges Mädchen aus Guizhou, teilte ihre Aufführungen in traditioneller chinesischer Tracht im Internet, was sich schnell verbreitete. “Ist sie eine Göttin?”, fragten viele Internetnutzer in den sozialen Netzwerken.

Ja, sie ist wie eine Fee, die über das Wasser gleitet. Sie ist wie ein Geisterwesen, das aus Versehen auf die Erde gekommen ist.

Wer ist sie?

Yang Liu ist eine Meisterin des traditionellen Bambustreibens und trägt die chinesische Kultur auch ins Ausland. Sie erzählt die Geschichte der Handwerkskunst und verbreitet die chinesische Lebensart.

Ihre Suche

Yang Liu wurde in der Stadt Chishui in der Provinz Guizhou geboren, einem Ort mit wunderschönen Bergen und glasklarem Wasser. Die sanft geschwungenen Gipfel sind wie Wächter des unberührten Landes, die türkisfarbenen und klaren Flüsse sind wie Seidenschals, die die Berge umgeben, und abgesehen von der Schönheit der Landschaft weiß niemand, dass es hier eine Sportart gibt, die schon seit einer Reihe von Jahren existiert: das Bambustreiben, auch bekannt als “Bambusrohrfahren” oder “Bambusrohrpaddeln”.

Wie der Name schon sagt, steht man barfuß in einem bis zu acht Meter langen Bambusstamm mit einem Durchmesser von etwa fünfzehn Zentimetern, der als Boot dient, und rudert mit einem kleinen, geraden Bambusstab als Paddel über das Wasser.

Kommt Ihnen das bekannt vor? In einem Martial-Arts-Film gibt es einen Stunt namens “leichtes Wasserschwimmen”. Er stammt tatsächlich aus dieser Sportart, und die Leute, die ihn gesehen haben, waren verblüfft, als sie erfuhren, dass das legendäre “Ein Schilfrohr über den Fluss” tatsächlich existiert, und zwar in Chishui!

Die Menschen, die in Chishui am Wasser leben, beherrschen diese Fähigkeit. Männer, Frauen und Kinder können sich auf Bambusstangen als Floß fortbewegen. Schon als junges Mädchen interessierte sich Yang Liu für diesen Sport und äußerte gegenüber ihrer Großmutter, die selbst Mitglied der Zunyi Duzhu Drift Association ist, den Wunsch, ihn zu erlernen. Obwohl sie wollte, dass ihre Enkelin ihre Fähigkeiten erbt, drängte ihre Großmutter Yang Liu nie, es zu lernen. Als Yang Liu jedoch darum bat, den Sport zu erlernen, stimmte ihre Großmutter freudig zu.

Eine Schule des Mutes

Yang Liu stieß beim Erlernen des Solo- Bambustreibens auf einige Schwierigkeiten. Sie begann mit Schwimmunterricht und hatte Schwierigkeiten, sich im Wasser zurechtzufinden. Ihre Großmutter führte sie dann in die Praxis des Bambustreibens ein, aber Yang Liu hatte anfangs Mühe aufgrund ihrer geringen Körpergröße und ihres mangelnden Gleichgewichts. Beim Versuch, die schwere Bambusstange zu halten, fiel sie immer wieder ins Wasser. Unbeirrt und von ihrer Großmutter ermutigt, lernte Yang Liu nach und nach, auf dem Bambusstamm zu stehen, konnte aber weder die Bambusstange bewegen noch irgendeine Aktion ausführen. Um ihr Talent zu fördern, nahm Yang Lius Mutter sie mit zum Tanzunterricht, obwohl sie wegen ihrer Größe gehänselt wurde. Yang Liu war von ihren Fähigkeiten überzeugt und stellte sich vor, wie sie anmutig auf der Bühne tanzte, während sie anderen beim Tanzen zusah.

Schlecht im Tanzen – eine Chance?

Yang Liu wurde von ihrer Großmutter darauf aufmerksam gemacht, dass sie im Tanzen nicht gut sei, und sie sagte ihr, dass sie sich nicht um die Meinung anderer zu kümmern brauche und dass sie, wenn sie sich im Tanzunterricht unglücklich fühle, auf einem Bambusrohr tanzen, die Wasseroberfläche als Bühne und die Sonne als Licht benutzen und einen anmutigen Tanz aufführen könne.

Großmutters Ermutigung gab Yang Liu Selbstvertrauen, sie wollte diejenigen überraschen, die auf sie herabsahen, sie wollte beweisen, dass sie es wirklich konnte, und so gewann Yang Liu ihre Antriebskräfte zurück und begann ernsthaft und zielstrebig zu lernen, sich auf dem Bambus zu bewegen.

Tag für Tag, Jahr für Jahr widmete sie sich siebzehn Jahre lang der Kunst des Bambusdriftens. Trotz zahlloser Rückschläge und Herausforderungen weigerte sich Yang Liu, aufzugeben und stellte sich allen Schwierigkeiten. Ihre betagte Großmutter war ihre ständige Stütze und Ratgeberin, aber nach einer Operation konnte sie nicht mehr gut gehen. Als Yang Liu den Leidensweg ihrer Großmutter miterlebt, wird ihr klar, dass es beim Bambustreiben nicht nur darum geht, andere zu beeindrucken, sondern auch darum, ihr kulturelles Erbe zu bewahren und weiterzugeben. Sie wird noch entschlossener, in dieser Kunst zu brillieren und baut verschiedene Tänze in ihre Auftritte ein, um das Publikum mit ihren anmutigen Bewegungen auf dem Wasser zu faszinieren.

Endlich ein größeres Publikum

Damals gab es jedoch einen Nachteil: So erstaunlich der Tanz auch war, nur die Einheimischen konnten ihn sehen, und es gab viele Menschen im ganzen Land und in der Welt, die nichts von dieser tausendjährigen Kunst wussten. Dann kam plötzlich die gute Nachricht: Bei den Nationalen Volksspielen 1999 gewann das Duzhu-Bambusdriften mit seinen einzigartigen lokalen Merkmalen die Goldmedaille.

So gewann dieser ansonsten lokale Sport an Popularität und verbreitete sich in der Provinz Guizhou und schließlich im ganzen Land. Yang Liu nutzte die Macht des Internets und der neuen Medienplattformen, um die Schönheit des Solo-Bambusdriftens durch Videos und Fotos zu präsentieren. Ihre anmutigen Darbietungen in traditionellen chinesischen Kostümen zogen das Publikum in ihren Bann und erregten die Aufmerksamkeit in- und ausländischer Medien.

Immer mehr Menschen wurden auf Yang Lius Talent aufmerksam, so dass sie Einladungen zu Auftritten auf renommierten Fernsehbühnen wie CCTV erhielt. Trotz ihres Erfolgs setzt sich Yang Liu weiterhin für die traditionelle chinesische Kultur ein. Sie stellt sich den Herausforderungen extremer Wetterbedingungen, wie durchnässte Kleidung in der Sommerhitze und Erfrierungen in der Winterkälte. Im Alter von nur 25 Jahren hat sie, genau wie ihre Großmutter, ihr eigenes Wohlergehen geopfert, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Mit ihrem Engagement und ihren Erfolgen hat Yang Liu die Erwartungen derer übertroffen, die sie einst unterschätzt haben. Sie ist davon überzeugt, dass die Förderung der Kultur eine nie endende Reise ist. Mit jedem Schritt erfüllt sie das Gelübde, das sie am Anfang abgelegt hat, und die Hoffnungen ihrer Großmutter. Der Weg des kulturellen Erbes liegt noch vor ihr, und Yang Liu geht den Weg unbeirrt weiter, die reichen Traditionen des Bambustreibens zu bewahren und zu fördern.

Rückbesinnung auf wahre chinesische Werte

In der heutigen schnelllebigen Zeit, in der “Fast Food” zum Hauptthema im Leben der Menschen geworden ist, jeder nach hoher Effizienz strebt und das schnelle Tempo liebt, gepaart mit dem Einfluss ausländischer kultureller Trends, ist der Status der traditionellen chinesischen Kultur in Gefahr, da die jüngere Generation von großer Unwissenheit geprägt ist, so dass sogar einige traditionelle Kulturen, die seit Tausenden von Jahren überliefert wurden, verschwunden sind.

Yang Liu ist ein Mitglied der jungen Kulturbewegung, die die Kultur nicht vernachlässigt, sich um die Richtung der Kultur kümmert und sich aus eigener Kraft für den Fortbestand des kulturellen Erbes einsetzt.

Ein neuer Ausgangspunkt: BRICS wollen auf Augenhöhe mit dem Westen

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Der 15. BRICS-Gipfel in Johannesburg stellt einen Wendepunkt in der modernen Geschichte dar. Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben eine Plattform für die Interessen der nicht privilegierten Länder geschaffen, die auch im transatlantischen Raum nicht mehr ignoriert werden kann. Vor allem die Staaten der südlichen Hemisphäre in Afrika, Asien und Lateinamerika, die zunächst jahrhundertelang unter verschiedenen Formen der Kolonialherrschaft europäischer Eroberer zu leiden hatten und in den letzten drei Jahrzehnten die Folgen des angloamerikanischen Strebens nach einer unipolaren Weltordnung besonders zu spüren bekamen, können nun in einem Forum mit realem Gewicht ihre eigenen souveränen Interessen formulieren und in tatsächlich funktionierende Institutionen und Programme gießen. Die Konsequenzen sind von historischer Tragweite.

Die Bestrebungen der Entwicklungsländer, die auf dem gemeinsamen Kongress von Bandung (Indonesien) 1955 ihren Anfang nahmen und sich mit der Bewegung der Blockfreien Staaten Gehör zu verschaffen suchten, sind damals erfolglos geblieben oder wurden untergraben. Mit den BRICS wurde dieser Prozess nun nicht nur neu belebt, sondern auch vertieft und gestärkt. Heute repräsentieren die BRICS-Länder zusammen mehr als drei Milliarden Menschen mit einem wachsenden Anteil an Handel, Kaufkraft und Produktivität in der Welt. Dennoch: Die BRICS-Staaten wollen die bestehenden Institutionen nicht stürzen. Vielmehr sollen sie angesichts der veränderten Rahmenbedingungen demokratischer und repräsentativer gestaltet werden.

Dies schlug sich insbesondere in der am Mittwoch verabschiedeten Johannesburg-II-Erklärung nieder: „Wir fordern eine stärkere Vertretung der Schwellen- und Entwicklungsländer in internationalen Organisationen und multilateralen Gremien, in denen sie eine wichtige Rolle spielen.“ So will man „eine umfassende Reform der Vereinten Nationen, einschließlich ihres Sicherheitsrates, […] damit dieser angemessen auf die aktuellen globalen Herausforderungen reagieren und die legitimen Bestrebungen der Schwellen- und Entwicklungsländer aus Afrika, Asien und Lateinamerika, einschließlich Brasiliens, Indiens und Südafrikas, unterstützen kann, eine größere Rolle in internationalen Angelegenheiten zu spielen.“ Auch die Rolle der Welthandelsorganisation (WTO) wird nicht in Frage gestellt, sondern es wird eine „besondere und differenzierte Behandlung der Entwicklungsländer, einschließlich der am wenigsten entwickelten Länder“ eingefordert. Die von westlichen Medien oftmals geschürten Befürchtungen, die BRICS wollten eine anti-westliche Allianz schmieden, sind unbegründet.

Die Anziehungskraft der BRICS hat einen enormen Schub erfahren. Die Gerüchteküche brodelte mit Meldungen über die Zahl der Länder, die ihre Mitgliedschaft beantragt oder ihre Zugehörigkeit erklärt haben. Zuletzt schossen die Zahlen auf bis zu 50 in die Höhe. Der Vorsitzende des Gipfels, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, gab nun bekannt, dass sechs weitere Länder ab dem 1. Januar 2024 zu den BRICS gehören werden: Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Damit zahlt sich aus, was China bereits mit dem 9. BRICS-Gipfel 2017 in Xiamen angestoßen hat, als es Ägypten, Guinea, Mexiko, Tadschikistan und Thailand einlud und damit den BRICS+-Prozess einleitete. Mit Iran und Saudi-Arabien treten zwei für den Energierohstoffsektor wichtige Länder bei, deren Rivalität erst kürzlich durch eine diplomatische Initiative Chinas beendet wurde. Zur Erweiterung der BRICS betonte Chinas Staatspräsident Xi Jinping, dies sei ein historisches Ereignis und verkörpere die Entschlossenheit der solidarischen Kooperation der BRICS-Staaten mit Entwicklungsländern. Diese Erweiterung sei auch ein neuer Ausgangspunkt der BRICS-Zusammenarbeit und werde diesem Kooperationsmechanismus neue Impulse verleihen. Damit könnten die Kräfte für Frieden und Entwicklung der Welt kontinuierlich verstärkt werden.

Der Beitritt Argentiniens ist besonders erfreulich, da der argentinische Präsident Alberto Fernández wegen der großen wirtschaftlichen Probleme, die ihm sein Vorgänger Macri durch die Aufnahme unbezahlbarer Kredite beim Internationalen Währungsfonds (IWF) hinterlassen hat, nicht anreisen konnte. Hier zeigt sich ein besonderes Dilemma, aus dem die Staaten des sogenannten globalen Südens endlich herauskommen wollen, nämlich die mit harten Auflagen verbundenen „Hilfskredite“ des von westlichen Großbanken dominierten IWF, die jede langfristig stabile Entwicklungsperspektive der armen Länder unmöglich machen.

Folgerichtig reiste Lula gemeinsam mit der ehemaligen brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff an, die kürzlich in China zur Vorsitzenden der Neuen Entwicklungsbank (NDB) ernannt wurde. Die NDB, die auf dem 6. BRICS-Gipfel 2014 in Fortaleza, Brasilien, gemeinsam mit dem Reservefonds CRA ins Leben gerufen wurde, spielt nun eine entscheidende Rolle dabei, ob die BRICS+-Länder ihre ehrgeizigen gemeinsamen Entwicklungsziele erreichen können. In Interviews im Vorfeld und am Rande des Gipfels erklärte Rousseff, dass die NDB in diesem Jahr Kredite in Höhe von 8 bis 10 Milliarden US-Dollar vergeben werde, mit dem Ziel, rund 30 Prozent der Kredite in lokaler Währung zu vergeben. Entscheidend ist, dass die NDB keine IWF-ähnlichen Eingriffe in die nationale Wirtschaftspolitik vornehmen wird. Die NDB ist also keine neoliberale Finanzmarktinstitution, sondern eine klassische Entwicklungsbank, wie sie von den Schwellen- und Entwicklungsländern immer gefordert wurde. Auch die Weltbank ist dieser Rolle nie gerecht geworden. Sie ist bis heute eine von den USA, Japan und Europa dominierte Institution ohne zentrale Bedeutung für den globalen Süden.

Alle am BRICS-Prozess beteiligten Länder eint der Wille zur industriellen Modernisierung, zur Entwicklung von Transport- und Logistikverbindungen und zur technologischen Zusammenarbeit. Es ist nochmals zu betonen, dass das Phänomen BRICS nicht als Konfrontation mit dem Westen interpretiert werden darf. Dennoch weiß man natürlich, was man sich vom Westen nicht mehr gefallen lassen will. So betonte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping, dass man sich gemeinsam gegen das vom Westen propagierte Decoupling, also das Durchtrennen wichtiger Lieferketten im Technologiesektor, stelle, eine Politik, die von den USA im Rahmen ihrer erklärten Rivalität mit China praktiziert wird. Der russische Präsident Putin betonte, dass die unverantwortliche Geldvermehrung der westlichen Zentralbanken zu Inflation und Volatilität auf den Rohstoffmärkten führe, mit schwerwiegenden Folgen für den Nahrungsmittel- und Agrarsektor. Er prangerte auch das illegale Einfrieren von Devisen und die Sanktionen gegen souveräne Staaten an.

Putin warb für die Nördliche Meeresroute und den Internationalen Nord-Süd-Transportkorridor, zwei gigantische Infrastrukturkorridore, die Industrien, Märkte und Knotenpunkte für Energie- und Agrarprodukte verbinden sollen, als Vorzeigeentwicklungsprojekte, auf die sich die BRICS konzentrieren könnten. Xi Jinping rief zu einer verstärkten Zusammenarbeit in den Bereichen digitale Wirtschaft, Bildung und Investitionen auf. Er schlug außerdem vor, eine gemeinsame Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz einzurichten. Darüber hinaus versprach er, ein gemeinsames Zentrum für Fernerkundungssatelliten sowie einen Innovations- und Wissenschaftspark zu errichten. Der indische Premierminister Modi schlug unter dem Eindruck der erfolgreichen indischen Mondmission, die parallel zum BRICS-Gipfel stattfand, die Gründung eines BRICS-Weltraumexplorationskonsortiums vor, um die Gesellschaften der Länder zukunftsfähig zu machen.

Dies sind nur einige der Elemente, die sehr deutlich zeigen, dass die BRICS-Staaten weder die Absicht haben, die Rolle der westlichen G7-Staaten zu übernehmen, noch eine antiwestliche Agenda verfolgen. Es ist teilweise absurd, wie die westliche Presse die BRICS-Staaten als „Möchtegern-Herausforderer“ bezeichnet, falsche Berichte über Uneinigkeit und Spannungen verbreitet und andere Verleumdungen ausspricht. Wer die Ergebnisse dieses Gipfels und die damit verbundenen Zukunftsaussichten unvoreingenommen betrachtet, kann nur zu dem Schluss kommen, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer lediglich eine Plattform schaffen wollen, um eine seit Jahrhunderten bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Auch die Schaffung einer gemeinsamen BRICS-Verrechnungseinheit, die sich am Rohstoffverbrauch und der Produktivität orientiert, ist ein nachvollziehbarer Schritt, der die wirtschaftlichen Aktivitäten vereinfachen wird. Nicht die “Ablösung des Dollars” steht bevor, sondern eine neue Verankerung der nationalen Währungen, denen die Volatilität des Dollars, z.B. durch spekulative Attacken und unvorhersehbare Wechselkursschwankungen, schon immer absurd erschien.

Jedes Land hat das Recht, seine Entwicklungs- und Sicherheitsinteressen im Rahmen der von der UNO garantierten internationalen Verträge geltend zu machen, ohne dem Westen gleich auf die Füße zu treten. Der Westen muss sich daran gewöhnen, dass es eine Völkergemeinschaft gibt, die nicht immer mit den Zielen und Werten Europas und der USA übereinstimmt. Dieses Phänomen darf und kann nach dem BRICS+-Gipfel in Johannesburg nicht mehr ignoriert werden. Der Westen täte gut daran, mit den BRICS eine strategische Kooperation und Synergien zu suchen. Das wäre auch für ihn, der über Jahrhunderte erfolgsverwöhnt war, ein Gewinn.

(Quelle: http://german.chinatoday.com.cn/ch/politik/202308/t20230825_800340489.html)

Der „letzte weibliche Häuptling Chinas“ und ihr Leben mit Rentieren

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Die Wälder im Großen Hinggan-Gebirge haben sich seit Beginn des Herbsts stark abgekühlt. Dekesha geht mit ihren Rentieren durch die Wälder, die vorsichtig nach Moos suchen, während sie ihrer Mutter im Himmel über die Situation des Rentierstammes „berichtet“. Begleitet wird das Ganze vom Klang der Rentierglocken.

Dekesha ist die Tochter des „letzten weiblichen Häuptlings Chinas“, Maria Soh, die am 20. August 2022 im Alter von 101 Jahren neben ihrem geliebten Rentier starb. Die 1921 geborene Maria Soh, eine Ewenke, verbrachte ihr ganzes Leben mit ihrem Volk im südlichsten Bergwald des Taigawald-Gürtels in der zirkumpolaren Arktis.

Die Olguya Ewenken oder auch Rentier-Ewenken sind das einzige Rentierzüchtervolk in China und Maria Soh hatte ihr ganzes Leben den Rentieren gewidmet. Im Jahr 2003 zog die Gruppe von Rentier-Ewenken in den westlichen Vorort der Stadt Genhe. Diese ethnische Gruppe, die früher mit ihren Rentieren in den Bergen lebte, schloss sich der modernen Gesellschaft an.

Dekesha erklärt: „Das erste Mal, dass ich den Berg verließ, war, um zur Schule zu gehen. Das Leben in der Stadt war ein bisschen seltsam, aber es befriedigte meinen Wunsch zu lernen.“ Sie hätte damals nicht gedacht, dass sie jemals in die Berge zurückkehren würde. Aber Maria Soh, die ihr ganzes Leben mit den Rentieren in den Bergen verbracht hatte, vermisste ihre Tiere zu sehr. Dekesha beschloss, ihre Mutter wieder in die Berge zu begleiten.

Sie erinnert sich daran, wie sich die Produktions- und Lebensbedingungen der Jäger in den Bergen ab 2008 mit der Unterstützung der lokalen Regierung erheblich verbesserten. „Es wurden Solaranlagen installiert und die Familien erhielten auch Traktoren, Wohnwagen und Zelte.“

Derzeit gibt es in der Ewenkischen Nationalitätengemeinde Olguya 14 Jagdplätze. Die Zahl der Jäger ist auf fast 350 gestiegen und die Rentierpopulation wuchs von ursprünglich rund 400 Tieren auf mehr als 1.400 Tiere an.

Immer mehr junge Leute kehren in die Berge zurück, um Rentiere zu züchten und sie haben auch einen Rentierforschungsverband gegründet, um mit Experten und Wissenschaftlern zu kommunizieren sowie akademische Forschungen zum Wachstum der Rentierpopulation durchzuführen. Dekesha sagt, das sei es, was sich ihre Mutter am meisten gewünscht habe, als sie noch lebte. Sie hoffe, dass Chinas Rentierkultur von der Welt wahrgenommen werde.

Heute bleibt Dekesha in den Bergen bei ihren mehr als 100 Rentieren, die ihre Mutter ihr hinterlassen hat. Sie erinnert sich immer an die Worte ihrer Mutter: „Wir haben die Berge und Wälder über Generationen hinweg bewahrt. Die Rentiere sind wie meine Kinder, ich liebe sie sehr.“

(Quelle: CRI Deutsch)

Das “Guanxi“ im Alltagsleben

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Kaum ein chinesisches Wort ist so überstrapaziert worden wie “Guanxi”. Was ist damit gemeint? Der Begriff ist im Westen vor allem durch Geschäftsleute bekannt, die mit oder ohne Erfolg aus China zurückkehren, und wird oft mit der Übergabe von Geschenken oder versiegelten Umschlägen an Geschäftskontakte in Verbindung gebracht, die versprechen, der ‘Sesam-öffne-dich’ zu sein, der die Türen im Verwaltungslabyrinth öffnen kann. Ein Klischee?

Ja, denn die mit “Guanxi” verbundene Realität auf diese Weise zu definieren, ist eine übertriebene Verzerrung und Vereinfachung der Bedeutung dieses Wortes, das einen sehr wichtigen Aspekt des Funktionierens der chinesischen Gesellschaft darstellt.

Eine sehr chinesische soziale Eigenschaft

Wörtlich bedeutet “guanxi” “Beziehungen” und umfasst alle Arten von Beziehungen.

Das Wort wird auch als Beziehungsgeflecht zwischen verschiedenen Personen verstanden, die auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen wollen, um den größtmöglichen Nutzen aus dem so entstandenen Netzwerk zu ziehen. In diesem Sinne muss “guanxi” nicht nur auf Geld basieren!

In der chinesischen Kultur ist “Guanxi” eine Art Erweiterung der familiären Bindungen, eine völlig legale, mehr oder weniger langfristige Investition in ein Freundschaftsbündnis.

Menschen, die an diese Art von Vertrauen und moralischer Verpflichtung nicht gewöhnt sind, können einen gewissen sozialen Druck verspüren.

Mit Korruption hingegen hat dies nichts zu tun – ein typisch westliches Klischee! Wie beim Lobbying in westlichen Ländern gibt es auch hier Missbräuche, die zu Korruption führen können.

Guanxi muss kultiviert werden

Beim Aufbau von Guanxi geht es darum, einen persönlichen Kontakt herzustellen, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, sich bekannt zu machen, sich gegenseitig zu verstehen und den eigenen Standpunkt zu erläutern. Die Pflege von Guanxi ist eine Tätigkeit, die Zeit, Energie, Geduld und oft auch den Austausch von Dienstleistungen erfordert.

Westler, die es eilig haben, schnelle und pikante Geschäfte zu machen, vernachlässigen diesen Aspekt des chinesischen Soziallebens – zu ihrem eigenen Schaden.

Denn ist Guanxi erst einmal etabliert, wird es möglich, die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu erreichen und das Gewünschte leichter zu bekommen.

Der chinesische Romancier Jiang Zilong bringt es auf den Punkt: “In den kapitalistischen Ländern geht alles mit Geld. Bei uns mit Beziehungen.”

Xi fordert China und Afrika zu gemeinsamer Förderung von Modernisierung auf

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Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat China und Afrika aufgefordert, sich gemeinsam zu modernisieren.

Xi Jinping erklärte am Donnerstag in einer Grundsatzrede auf dem China-Afrika-Gipfeldialog in Johannesburg, China sei bereit, eine Initiative zur Unterstützung der Industrialisierung Afrikas ins Leben zu rufen, die Afrika beim Ausbau des verarbeitenden Gewerbes sowie bei der Industrialisierung und wirtschaftlichen Diversifizierung unterstützen werde. Gemäß der Initiative werde China durch die neun Programme im Rahmen des Chinesisch-Afrikanischen-Kooperationsforums, der Seidenstraßenkooperation und der Globalen Entwicklungsinitiative mehr Ressourcen für Unterstützung, Investitionen und Finanzierung von Projekten zur Industrialisierung bereitstellen.

China werde einen Plan zur Unterstützung der Modernisierung der afrikanischen Landwirtschaft auf den Weg bringen, so Xi weiter. Es werde Afrika zudem bei der Ausweitung des Getreideanbaus helfen und chinesische Unternehmen dazu ermutigen, ihre landwirtschaftlichen Investitionen in Afrika zu erhöhen.

China werde auch den Plan für die chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Fachkräften umsetzen. Demnach würden jedes Jahr 500 Schulleiter und hochkarätige Lehrer von Berufsschulen sowie 10.000 technische Fachkräfte mit chinesischen Sprach- und Berufskenntnissen für Afrika ausgebildet werden.

Xi rief China und Afrika in seiner Rede außerdem dazu auf, zusammenzuarbeiten, um ein solides Umfeld für die Verwirklichung ihrer jeweiligen Entwicklungsvisionen zu schaffen, indem sie eine gerechte und ausgewogene internationale Ordnung fördern, echten Multilateralismus praktizieren sowie sich unmissverständlich gegen die Überreste von Kolonialismus und Hegemonismus in allen Formen wenden.

Der chinesische Staatspräsident sagte weiter, China und Afrika sollten zusammenarbeiten, um eine offene und integrative Weltwirtschaft aufzubauen, in der die Entwicklungsländer besser in die internationale Arbeitsteilung eingebunden seien und die Früchte der wirtschaftlichen Globalisierung teilten. Man solle die Entfremdung zwischen den Zivilisationen durch Austausch überwinden und die Einbeziehung und das Voneinanderlernen zwischen den Zivilisationen fördern.

Es gebe verschiedene Wege zur Modernisierung und das afrikanische Volk habe das meiste Mitspracherecht bei der Entscheidung, welcher Weg am besten zu Afrika passe, so der chinesische Staatspräsident. Die Modernisierung durch Integration voranzutreiben, sei die unabhängige Entscheidung der afrikanischen Länder und Menschen.

Mit Blick auf die Zukunft werde China mit Afrika zusammenarbeiten, um die Synergie ihrer Entwicklungsstrategien zu verstärken und Afrika weiterhin dabei unterstützen, in internationalen Angelegenheiten mit einer Stimme zu sprechen, um sein internationales Ansehen weiter zu verbessern. China werde sich auch auf dem G20-Gipfel im nächsten Monat aktiv für die Vollmitgliedschaft der Afrikanischen Union in der Gruppe einsetzen. China unterstütze auch die Sondervereinbarungen zur Reform des UN-Sicherheitsrats, um Afrikas Bestrebungen als Priorität zu erfüllen.

(Quelle: CRI Deutsch)

Zu heiß im Sommer? Was sagt die TCM dazu?

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In dieser Jahreszeit zeigt sich die Natur in ihrer ganzen Pracht. Wer die klimatischen Bedingungen zu nutzen weiß, belebt das Yang-Prinzip in seinem Organismus, entwickelt Widerstandskraft und bereitet sich so auf die Strapazen des Winters vor. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) rät, etwas später zu Bett zu gehen und früher aufzustehen. Was uns aber auch Sorgen bereitet, sind die aktuellen Hitzerekorde in der Welt.

Klagen Sie nicht über die Länge des Tages und die Hitze, sondern bleiben Sie fröhlich und ärgern Sie sich nicht, denn das ist schlecht für Ihre Leber.

Den Augenblick genießen

Wenn die Bedingungen es zulassen, ist eine Pause am Meer oder in einem Wald am besten. Das Meer und ein Sonnenbad tun der Gesundheit gut. Wenn Sie sich im Sommer nicht öfter als 20 bis 30 Mal für 15 bis 20 Minuten der Sonne aussetzen, können Sie die Dosis an ultravioletten Strahlen aufnehmen, die Ihr Körper während eines ganzen Jahres benötigt.

 Vorsicht vor Hitzschlag!

Das Innere der Wohnung muss auf einer angemessenen Temperatur gehalten werden; feuchte oder zu kalte Ecken sind zu vermeiden. Das Schlafzimmer muss gut belüftet sein, es ist nicht gesund, bei Zugluft oder im Freien zu schlafen. In klimatisierten Räumen sollte darauf geachtet werden, dass der Temperaturunterschied zur Außenluft nicht zu groß ist. Zugluft ist vor allem für ältere und schwache Menschen gefährlich, die dadurch zu Lähmungserscheinungen neigen.

Hier ist es gut, erfrischende Getränke (aber keine kalten und schon gar keine eisgekühlten!) und einige geeignete Medikamente zu sich zu nehmen: “rendan”, “shidi-shui” und andere.

Die Kleidung sollte häufig gewechselt werden, da durchgeschwitzte Kleidung leicht zu Hautkrankheiten führt. Tragen Sie keine Unterwäsche, die gerade in der Sonne getrocknet wurde. Die Haut könnte fleckig werden.

Wie kultiviert man die Yang-Energie?

 In der chinesischen Medizin ist die “Kultivierung des Yang im Frühling und Sommer” ein wichtiges Prinzip zur Erhaltung der Gesundheit.

Zur Erinnerung: Yang ist der männliche, belebende Aspekt oder das Prinzip, das in Verbindung und im Gegensatz zu Yin die Lebewesen hervorbringt und ein Leben lang in ihnen verbleibt.

Daher ist es ratsam, zu allen drei Mahlzeiten warme Speisen zu sich zu nehmen und sich bei Früchten und Erfrischungen zurückzuhalten.

Paradox? Genauso wie der Rat, sich nicht zu sehr “anzustrengen”, sich nicht zu sehr in der Sonne aufzuhalten.

Die volkstümliche Weisheit drückt sich in einem Sprichwort aus: “Trinke nicht zu viel, auch wenn es heiß ist; iss nicht zu viel Obst, auch wenn es verlockend ist. “

Eine weitere klassische Empfehlung lautet: “Essen Sie nicht zu fett, sondern leicht verdauliche Kost, um Verdauungsproblemen vorzubeugen. Ältere Menschen profitieren von einer Ernährung, die auf Reisbrühe mit Lotusblättern und grünen Erbsen basiert.

Dies beugt Übergewicht vor und senkt die Blutfettwerte. Auch nahrhaftes Gemüse ist empfehlenswert. Die richtige Förderung des Yang-Wachstums erhält die Gesundheit während des Sommers und beugt Winterkrankheiten, wie z.B. Kapillarbronchitis, vor.

Chinas privat angebotene Fonds übersteigen 2,8 Billionen US-Dollar

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Der Wert von Chinas privat angebotenen Fonds belief sich laut Branchendaten Ende Juli auf 20,82 Billionen Yuan (etwa 2,89 Billionen US-Dollar).

Der Wert erhöhte sich gegenüber den 20,77 Billionen Yuan aus dem Vormonat, teilte der chinesische Verband für Asset Management (AMAC) mit. Eine Aufschlüsselung der Gesamtsumme zeigt, dass Private-Equity-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 11,22 Billionen Yuan die größte Kategorie darstellten, gefolgt von Aktieninvestmentfonds und Risikoinvestmentfonds.

Die Zahl der registrierten privat angebotenen Fonds lag im Juli bei 152.878. Diese Fonds wurden von 21.996 Institutionen verwaltet.

Der 2012 gegründete Verband ist eine Selbstregulierungsorganisation, die Chinas Investmentfondsbranche vertritt.

(Quelle: CRI Deutsch)

Austernernte in Guangdong

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In der Stadt Shantou in der südchinesischen Provinz Guangdong ist es wieder Zeit für die Austernernte. Die lokalen Fischer sind mit dem Sammeln von Austern beschäftigt.

(Quelle: CRI Deutsch)

Atemberaubende Naturlandschaft in Xinjiang

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Das Grasland im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas ist eine atemberaubende Naturlandschaft.

(Quelle: CRI Deutsch)

BRICS kündigt Erweiterung von Mitgliedern an

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Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Mittwoch in Johannesburg an dem 15. BRICS-Gipfel teilgenommen und dabei eine wichtige Rede unter dem Motto „Solidarität und Zusammenarbeit für Entwicklung, Mut und Verantwortungsbewusstsein für Frieden“ gehalten.

Xi Jinping hob in seiner Rede die Bedeutung hervor, dass das Gipfeltreffen der BRICS-Staats- und Regierungschefs zum dritten Mal in Afrika stattfindet. Die BRICS-Länder seien eine wichtige Kraft bei der Gestaltung des internationalen Gefüges. Sie hätten unabhängig ihren eigenen Entwicklungsweg gewählt, die Rechte und Interessen auf Entwicklung gemeinsam gewahrt und seien solidarisch auf dem Weg zur Modernisierung geschritten, was die zukunftsweisende Richtung der menschlichen Gesellschaft verkörpere und den Prozess der weltweiten Entwicklung tiefgreifend beeinflussen werde.

Für die künftige BRICS-Zusammenarbeit hat Xi Jinping vier Vorschläge vorgelegt. Erstens sollten die BRICS-Länder ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Finanzen vertiefen, um die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Entwicklung sei ein unveräußerliches Recht aller Länder und kein „Monopol“ einiger weniger Länder. Die BRICS-Länder sollten Mitreisende auf dem Weg zu Entwicklung und Wiederbelebung werden und sich gegen die „Abkopplung“, den „Kettenabbruch“ und die wirtschaftliche Druckausübung wenden.

Die BRICS-Länder sollten ihre politische und sicherheitspolitische Zusammenarbeit ausbauen, um Frieden und Ordnung zu wahren. Gegenwärtig stehe die Welt immer noch im Schatten der Mentalität des Kalten Krieges und die geopolitische Lage sei kritisch. Die internationale Sicherheit sei untrennbar. Wenn man nach absoluter Sicherheit auf Kosten der Interessen anderer Länder strebe, werde man sich selbst letztlich schaden. Die dringlichste Aufgabe bei der Lösung der Ukraine-Krise sei es, Frieden und Dialog zu fördern. Man dürfe keinesfalls „Öl ins Feuer gießen“ und zulassen, dass sich die Lage weiter verschlechtere.

Die BRICS-Länder sollten den kulturellen Austausch stärken und das gegenseitige Verständnis der Zivilisationen fördern. Auf der ganzen Welt sollte es verschiedene Zivilisationen und unterschiedliche Entwicklungswege geben. Die Geschichte der Menschheit werde nicht mit einer einzigen Zivilisation oder einem einzigen System enden. Die BRICS-Länder sollten den toleranten Geist eines Ozeans weiterführen, Hunderte von Flüssen in sich aufzunehmen, für die friedliche und harmonische Koexistenz verschiedener Zivilisationen eintreten und die von allen Ländern unabhängig voneinander gewählten Wege der Modernisierung respektieren.

Die BRICS-Länder sollten Fairness und Gerechtigkeit aufrechterhalten und die Global Governance verbessern. Die Stärkung der Global Governance sei die richtige Entscheidung für die internationale Gemeinschaft, um Entwicklungschancen zu teilen und globale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Die BRICS-Länder sollten echten Multilateralismus praktizieren, das internationale System mit den Vereinten Nationen als Kern schützen, das multilaterale Handelssystem mit der WTO als Kern unterstützen und stärken sowie sich gegen die Bildung „kleiner Kreise oder Cliquen“ wenden.

Auf einer Sonderpressekonferenz im Rahmen des 15. BRICS-Gipfels ist am Donnerstag eine Erweiterung der Mitglieder des Kooperationsmechanismus angekündigt worden.

Argentinien, Ägypten, Äthiopien, der Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden demnach eingeladen, dem BRICS beizutreten.

(Quelle: CRI Deutsch)